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Österreichisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen – ONGKG

ONGKG

Das "Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen" (ONGKG) wurde 1996 mit Unterstützung des Gesundheitsressorts gegründet. Es beruht auf Erfahrungen aus einem Modellprojekt an der Wiener Krankenanstalt Rudolfstiftung (1989-1996) und einem europäischen Pilotprojekt (1993-1997). Seit 2006 ist das ONGKG als gemeinnütziger Verein organisiert. Seit Jahresende 2011 gehören 27 Krankenanstalten und 3 Träger-Organisationen als ordentliche Mitglieder sowie das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) und die Steirische Landesgesundheitsplattform dem ONGKG als fördernde Mitglieder an. Das ONGKG ist eines von mittlerweile 39 nationalen und regionalen Netzwerken des von der WHO initiierten "International Network of Health Promoting Hospitals" (HPH), das sich über vier Kontinente erstreckt.

Ziel des Netzwerkes ist die Unterstützung von Krankenanstalten und Gesundheitseinrichtungen in der Reorientierung in Richtung Gesundheitsförderung. Die Umsetzungsstrategien konzentrieren sich auf die Bereiche Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Organisationsentwicklung und Umweltorientierung. Inhaltliche Grundlagen des Konzeptes sind die "Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung" (WHO 1986), die eine gesundheitsförderliche "Reorientierung der Gesundheitsdienste" fordert, die "Budapest Declaration on Health Promoting Hospitals" (WHO 1991) und die "Vienna Recommendations for Health Promoting Hospitals" (WHO 1997) sowie die "18 Kernstrategien der Gesundheitsförderung im Krankenhaus" (Pelikan et al. 2005) und die "5 Standards der Gesundheitsförderung im Krankenhaus" (Gröne 2006).

Die Implementierung der inhaltlichen Grundsätze erfolgt mittels Organisationsentwicklung, Projekt- und Qualitätsmanagement.

Zur Erreichung seiner Ziele setzt das ONGKG folgende Tätigkeiten:

  • Jährliche Veranstaltung einer ONGKG-Konferenz und eines inhaltlichen Workshops
  • Durchführung von Anerkennungsverfahren (Peer Review von Gesundheitsförderungsmaßnahmen, Selbstbewertung der Gesundheitsförderungsqualität) für neu beitretende und bestehende Partnerkrankenhäuser
  • Jährliche Updates von zur Mitgliedschaftsverlängerung oder -anerkennung eingereichten und anerkannten Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf der ONGKG-Website
  • Information und Beratung von Beitrittskandidatinnen und Beitrittskandidaten
  • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen, Präsentationen
  • Unterstützung und Betreuung von Rauchfreien und Babyfreundlichen Krankenhäusern mittels Vereinssektionen
  • Teilnahme an internationalen Aktivitäten
  • Durchführung von Projekten und Entwicklung von Instrumenten zur Gesundheitsförderung nach Maßgabe der Möglichkeiten

Kontakt/ Information: geschaeftsstelle@ongkg.atwww.ongkg.at

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Sektion "Rauchfreie Gesundheitseinrichtungen" des ONGKG

Rauchen ist eine der am besten untersuchten Gesundheitsnoxen. Daher haben einer WHO-Vorgabe zufolge alle Gesundheitsfördernden Gesundheitseinrichtungen eine Rauchfrei-Politik zu implementieren. In Österreich ist diese Vorgabe auch in Übereinstimmung mit dem österreichischen Tabakgesetz und dem darin festgeschriebenen Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden zu sehen. Das „Global Network for Tobacco-free Health Services“ hat ein Programm mit 10 Kriterien für Rauchfreie Gesundheitseinrichtungen entwickelt. Die ONGKG-Sektion "Rauchfreie Gesundheitseinrichtungen" koordiniert in Österreich die Anerkennung von Gesundheitseinrichtungen nach diesen Kriterien auf den Stufen Bronze, Silber und Gold. Die Anerkennungen sind international gültig. Information: Sektion Rauchfreie Gesundheitseinrichtungen

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Baby-friendly Hospital Initiative

Gemäß den Grundsätzen der "Baby-friendly Hospital Initiative" (BFHI) von WHO und UNICEF unterstützt die 2010 gegründete ONGKG-Sektion "Baby-friendly Hospitals" österreichische Gesundheitseinrichtungen mit stationären geburtshilflichen Abteilungen in der Umsetzung von BFHI. Das Konzept beruht auf den Empfehlungen der WHO zum Stillen, auf der wissenschaftlichen Evidenz über die Bedeutung des Stillens für die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie für die gesundheitsförderlichen Wirkungen des Stillens für Babys (z.B. reduzierte Risiken für Säuglings-Infektionen; reduziertes Risiko, später an Asthma, Allergien und Adipositas zu erkranken) und ihre Mütter (reduziertes Risiko, an Ovarial- und Mammakarzinom zu erkranken). Weitere Informationen: Baby-friendly Hospital Initiative

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