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Antimikrobielle Resistenz

Antibiotika sind die wichtigste Waffe bei der Behandlung bakterieller Infektionen, einschließlich Krankenhausinfektionen. Antibiotika kommen aber auch in der Viehzucht zum Einsatz: zur Behandlung und zur Krankheitsprävention. Außerhalb der Europäischen Union werden in etlichen Staaten Antibiotika als Wachstumsförderer eingesetzt. In der EU und somit auch in Österreich ist der Einsatz von Antibiotika als Wachstumsförderer seit Jahren verboten.

Antibiotikaresistenz - Risiko für die öffentliche Gesundheit

Unter Antibiotikaresistenz versteht man die Fähigkeit von Mikroorganismen, antimikrobiellen Behandlungen zu widerstehen. Dies hat zur Folge, dass Antibiotika-Behandlungen wirkungslos bleiben, was ein ernst zu nehmendes Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellt.

Resistenz gegen antibakteriell wirksame Substanzen ist ein natürliches Phänomen. Bestimmte Mikroorganismen haben im Kampf um das Überleben die Fähigkeit entwickelt antibakteriell wirksame Substanzen zu produzieren, um sich gegen Konkurrenten durchzusetzen. Als Gegenmaßnahme haben betroffene Bakterien Methoden erworben die gegen diese antibakteriell wirksamen Substanzen unempfindlich machen. Werden antimikrobiell wirksame Arzneimittel falsch angewendet kann es zur Selektion von resistenten Bakterienstämmen kommen.

Übertragung von Resistenzen

Resistenzen können zwischen Menschen, zwischen Tieren sowie zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt übertragen werden. Die Übertragung und Ausbreitung von Bakterien oder Genen, die die Resistenzinformationen tragen, kann in Krankenanstalten, in der Bevölkerung oder über die Nahrungsmittelkette erfolgen.