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Influenza A (H7N9)

Aus China und Taiwan wurden Fälle von aviärer Influenza A (H7N9) gemeldet. Einige Patienten verstarben. Bis dato konnte zwischen den Fällen kein epidemiologischer Zusammenhang nachgewiesen werden.

 

Bei A (H7N9) handelt es sich um ein neuartiges Influenzavirus. Es sind 9 potentiale Subtypen von H7 bekannt: H7N1, H7N2, H7N3, fH7N4, H7N5, H7N6, H7N7, H7N8 und H7N9. Die meisten H7-Viren werden weltweit bei Wildvögeln sowie bei Geflügel identifiziert. H7N9-Infektionen bei Menschen sind eher ungewöhnlich, wurden jedoch bereits bei Personen, die direkten Kontakt mit infizierten Vögeln hatten - insbesondere während der H7-Virus-Ausbrüche bei Geflügel - dokumentiert.

Bei den in China erkrankten Personen wurde eine Infektion der oberen Atemwege mit schwerer Lungenentzündung und Atemnot beobachtet. Untersuchungen auf Empfindlichkeit gegenüber antiviral wirksame Arzneimitteln haben gezeigt, dass die Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir und Zanamivir wirksam sind.

Die chinesische Regierung beauftragte eine aktive Suche zur Feststellung der Infektionsquelle und des Übertragungsweges sowie die Rückverfolgung möglicher Kontaktpersonen. Laut Risikoeinschätzung des Europäischen Zentrums für die Prävention und Bekämpfung von Krankheiten (ECDC) ist das Risiko einer internationalen Ausbreitung des Virus in Europa wahrscheinlich gering. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt keine Reisebeschränkungen.

Das ECDC stimmt mit der Position der WHO und anderen Gesundheitsbehörden (Centers for Disease Control and Prevention der USA, chinesische Gesundheitsbehörde) überein, dass keine Notwendigkeit besteht, Reisepläne für Reisende von und nach China wegen Influenza A (H7N9) zu ändern. Das ECDC wiederholt jedoch die seit 2006 für China und andere asiatische Länder bestehende Empfehlung, dass Bürgerinnen und Bürger aus dem Europäischen Wirtschaftsraum/der Europäischen Union, die nach China reisen oder dort leben, wegen neuartiger und anderer aviärer Influenzaviren sowie zoonotischer Infektionen in lebenden Vögeln und auf Tiermärkten (sogenannte „wet markets“) den Besuch solcher Märkte vermeiden sollen. Es wird empfohlen, den direkten Kontakt mit Vögeln, tierischen Exkrementen, unbehandelten Vogelfedern und anderen Vogel- oder Tierabfällen zu vermeiden und die Basis-Hygieneregeln für die Händehygiene zu befolgen. Diese umfassen das Waschen der Hände und die Verwendung von alkoholischen Desinfektionsmitteln für Hände.

Das österreichische Bundesministerium für Gesundheit und Frauen beobachtet die Situation sorgfältig. Aus der Volksrepublik China dürfen keine lebenden Tiere, die Geflügelpest übertragen können, eingeführt werden. Dies beinhaltet lebendes Geflügel inklusive Laufvögel sowie deren Bruteier und Ziervögel. Durch die Reiseverkehrsregelungen ist sichergestellt, dass auch im Reiseverkehr weder Fleisch noch Fleischerzeugnisse eingeführt werden. (24.04.2013)

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