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Einkommen und der Gender Pay Gap

Obwohl in den letzten Jahren Verbesserungen umgesetzt und dadurch die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede verringert werden konnten, zählt Österreich nach wie vor zu den EU-Ländern mit dem größten Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Diese Differenz wird meist mit dem EU-Indikator ‚Gender Pay Gap‘ veranschaulicht: 

 

Grafik EUROSTAT

Die Gründe für bzw. Einflussfaktoren auf den hohen Gender Pay Gap sind nur teilweise erklärbar: Eine Studie der Statistik Austria aus dem Jahr 2014 auf Basis der Daten zum Gender Pay Gap aus 2010 zeigt, dass rund ein Drittel des gesamten Gender Pay Gaps (im Jahr 2010 9,1% von insgesamt 24,0%) aufgrund von Merkmalen wie Branche, Beruf, Ausbildungsniveau, Alter, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit, Vollzeit/Teilzeit, Art des Arbeitsvertrags, Region und Unternehmensgröße erklärt werden können. Damit kommt zum Ausdruck, dass strukturellen Unterschiede bzw. Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zwar ein bedeutender Faktor für die Höhe der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede sind, jedoch fast zwei Drittel des gesamten Gender Pay Gaps (im Jahr 2010 14,9% von insgesamt 24,0%) nicht durch diese Merkmale erklärt werden. Der große unerklärte Teil des Gender Pay Gaps verdeutlicht umso stärker das hohe Maß an Lohndiskriminierung gegenüber Frauen in Österreich.

Um „gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit" zu erreichen, bedarf es in Österreich noch vielfältiger Maßnahmen: Bisher wurden einerseits Maßnahmen gesetzt, um die strukturellen Faktoren für den hohen Gender Pay Gap zu reduzieren. Dazu zählen:

Andererseits wurden bereits Initiativen und gesetzliche Schritte gesetzt, um die Einkommenstransparenz in Österreich zu erhöhen. Einen Überblick dazu finden Sie auf der Seite „Maßnahmen zur Einkommenstransparenz“.