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Frauen und Pensionen

Das österreichische Pensionssystem beruht auf dem Prinzip der Pflichtversicherung und soll den Lebensunterhalt im Alter – nach dem Ende des Erwerbslebens – absichern.

Grundsätzlich hängt die Höhe der Pensionen von den eingezahlten Beiträgen ab, und damit sowohl von der Anzahl der Beitrags(versicherungs)monate und der Höhe der gezahlten Beiträge, d.h. vom Erwerbseinkommen.

Derzeit beziehen rund 920.500 Frauen eine Alterspension (Dezember 2015), das entspricht 56% aller AlterspensionistInnen.

Da Frauen nach wie vor im Durchschnitt deutlich geringere Erwerbseinkommen erzielen (geringere Stundenlöhne, reduzierte Arbeitszeit, weniger Führungspositionen) und auf ihr gesamtes Leben betrachtet – hauptsächlich aufgrund der Kinderunterbrechungen – in geringerem Ausmaß erwerbstätig sind, liegen auch die durchschnittlichen Alterspensionen von Frauen mit 963 Euro deutlich unter denen der Männer (1.579 Euro; jeweils 2015; alle Träger der Pensionsversicherung). Gleichzeitig beziehen Frauen oft länger Pension als Männer: etwa aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und dem früheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter.

Dies wird teilweise durch Hinterbliebenenpensionen kompensiert. Nichtsdestotrotz sind alleinlebende Pensionistinnen überdurchschnittlich oft von Armutsgefährdung betroffen. Und: Frauen stellen nach wie vor die überwiegende Mehrheit der AusgleichszulagenbezieherInnen, d.h. ihre Pension wird auf den Richtsatz der Ausgleichszulage hin angehoben, um einen Mindestlebensstandard zu sichern. Etwa zwei Drittel aller BezieherInnen der Ausgleichszulage sind Frauen.

Ein eigenes, existenzsicherndes Einkommen ist – nicht nur im Alter – für die finanzielle Absicherung wichtig.

Weitere Informationen zum Thema Frauen und Pensionen finden Sie links in unserem Downloadbereich und auf den Seiten des Sozialministeriums und der Pensionsversicherung (siehe "weiterführende Links").