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Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger

Berufsbild und Kompetenzbereich

Der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege

  • trägt die Verantwortung für die unmittelbare und mittelbare Pflege von Menschen in allen Altersstufen, Familien und Bevölkerungsgruppen in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen sowie allen Versorgungsstufen (Primärversorgung, ambulante spezialisierte Versorgung sowie stationäre Versorgung). Handlungsleitend sind dabei ethische, rechtliche, interkulturelle, psychosoziale und systemische Perspektiven und Grundsätze
  • trägt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse durch gesundheitsfördernde, präventive, kurative, rehabilitative sowie palliative Kompetenzen zur Förderung und Aufrechterhaltung der Gesundheit, zur Unterstützung des Heilungsprozesses, zur Linderung und Bewältigung von gesundheitlicher Beeinträchtigung sowie zur Aufrechterhaltung der höchstmöglichen Lebensqualität aus pflegerischer Sicht bei
  • führt im Rahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie die von ÄrztInnen übertragenen Maßnahmen und Tätigkeiten durch
  • trägt im Rahmen der interprofessionellen Zusammenarbeit zur Aufrechterhaltung der Behandlungskontinuität bei
  • entwickelt, organisiert und implementiert pflegerische Strategien, Konzepte und Programme zur Stärkung der Gesundheitskompetenz, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, im Rahmen der Familiengesundheitspflege, der Schulgesundheitspflege sowie der gemeinde- und bevölkerungsorientierten Pflege

Ausführliche Informationen zu den Kompetenzbereichen im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege finden Sie im Kapitel 12 der Broschüre "Gesundheitsberufe in Österreich".

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Berufsberechtigung

Zur Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege sind Personen berechtigt, die folgende Erfordernisse erfüllen:

  • Eigenberechtigung
  • die für die Erfüllung der Berufspflichten erforderliche gesundheitliche Eignung
  • die für die Erfüllung der Berufspflichten erforderliche Vertrauenswürdigkeit
  • die für die Berufsausübung notwendigen Sprachkenntnisse
  • anerkannter Qualifikationsnachweis als diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerIn
  • ab 1.1.2018: Eintragung in das Gesundheitsberuferegister

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Berufsausübung

Die Berufsausübung besteht in der eigenverantwortlichen Ausübung der im Berufsbild und Kompetenzbereich umschriebenen Tätigkeiten, unabhängig davon, ob diese Tätigkeiten freiberuflich oder im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses ausgeführt werden.

Eine Berufsausübung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege ist auch im Wege der Arbeitskräfteüberlassung nach den Bestimmungen des Arbeitskräfteüberlassungs-gesetzes zulässig, sofern nicht mehr als 15 v.H. des Pflegepersonals durch Arbeitskräfteüberlassung eingesetzt werden sowie die Pflegequalität und Pflegekontinuität nach Maßgabe der Struktur der Einrichtung und des Pflege- und Betreuungsbedarfs der PatientInnen, KlientInnen oder pflegebedürftigen Menschen gewährleistet sind.

Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege sind nach Meldung an die Bezirksverwaltungsbehörde zur freiberuflichen Berufsausübung berechtigt (gilt nur mehr bis 31.12.2017).

Ausführliche Informationen zum Kompetenzprofil finden Sie im Kapitel 12 der Broschüre "Gesundheitsberufe in Österreich".

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Ausbildung

Ausbildungseinrichtung:

  • Fachhochschul-Bachelorstudiengang
  • Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (bis 31.12.2023)

 

Dauer der Ausbildung Fachhochschul-Bachelorstudiengang:

3 Jahre

Dauer der Ausbildung Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (bis 31.12.2023):

  • 3 Jahre (4600 Stunden)
  • Verkürzte Ausbildung für PflegeassistentInnen: 2 Jahre
  • Verkürzte Ausbildung für Sanitätsunteroffiziere: 1 Jahr
  • Verkürzte Ausbildung nach einer speziellen Grundausbildung in der Kinder- und Jugendlichenpflege oder in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege: 1 Jahr
  • Verkürzte Ausbildung für Hebammen: 2 Jahre
  • Verkürzte Ausbildung für MedizinerInnen: 1 Jahr und 6 Monate

Zugangsvoraussetzungen zu einem Fachhochschul-Bachelorstudiengang:

  • allgemeine Universitätsreife oder eine einschlägige berufliche Qualifikation
  • berufsspezifische und gesundheitliche Eignung

Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung an einer Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege (bis 31.12.2023):

  • gesundheitliche Eignung
  • Vertrauenswürdigkeit
  • erfolgreiche Absolvierung von zehn Schulstufen
  • Aufnahmegespräch oder Aufnahmetest

Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch eine Aufnahmekommission.

Abschluss der Ausbildung:

  • Bachelorprüfung/Bachelor (Fachhochschul-Bachelorstudiengang)
  • Schriftliche Fachbereichsarbeit, kommissionelle Diplomprüfung und Diplom (Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege, bis 31.12.2023)

Ein an einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege erworbenes Diplom im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege ermöglicht den Zugang zur Berufsreifeprüfung gemäß Bundesgesetz über die Berufsreifeprüfung, BGBl. I Nr. 68/1997.

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Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Eine Anerkennung von EU-/EWR-Berufsqualifikationen erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

Informationen zur Ankennung von Ausbildungsabschlüssen außerhalb eines EU-/EWR-Mitgliedstaats.

 

 

(letzte Aktualisierung: 1.2.2017)

 

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Zusatzinformationen: