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Das erfolgreiche Schulbuffet - Tipps aus der Praxis

Effektiver Pausenverkauf durch gute Organisation.

Pro Tag steht den Buffetbetrieben im Durchschnitt lediglich eine Stunde Nettoverkaufszeit zur Verfügung. Um in dieser kurzen Zeit möglichst viele Kinder und Jugendliche mit einer Jause versorgen zu können, ist eine gute Organisation wichtig - um Zeit zu sparen.

Häufige Wünsche im Voraus berücksichtigen
Berücksichtigen Sie häufige Wünsche und Bedürfnisse der SchülerInnen schon im Angebot. Das spart Ihnen Zeit beim Verkauf am Buffet.

Jause vorbereiten ohne Qualitätsverlust: Knusprige Weckerl nicht aufweichen
Vorbereitete Snacks sparen Zeit, aber achten Sie darauf, dass die Qualität nicht leidet. Werden knusprige Weckerl vorbereitet, ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich das Gebäck nicht mit Flüssigkeit vollsaugt. Legen Sie  knackiges und saftiges Gemüse immer zwischen Käse oder Schinken.

Gut sichtbare Information zum Essens-Angebot
Informieren Sie die Schülerinnen schon im Voraus über das Essens-Angebot, durch gut sichtbare Bilder, Tafeln, Schilder, Plakate usw.. Das gibt den SchülerInnen die Möglichkeit in Ruhe zu überlegen, was sie essen wollen. Wenn sie an der Reihe sind, ist der Einkauf schnell erledigt.

Jausensackerl auf Bestellung
Bieten Sie ein Jausensackerl an, das schon am Vortag oder am Morgen bestellt werden kann. Befüllen Sie das Sackerl nach den Kriterien der Leitlinie Schulbuffet. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Das erleichtert Ihnen die Kalkulation und ist einfach in der Vorbereitung und die SchülerInnen freuen sich, dass sie schnell zu ihrer Jause kommen.

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Das attraktive Buffetangebot

Abwechslungsreiches Angebot
Variieren Sie Ihr Angebot. Niemand will immer das gleiche essen. Durch ein abwechslungsreiches Angebot bleibt das Buffet spannend. Die SchülerInnen gehen weniger zu Konkurrenzbetrieben.

Spannende Überraschungen
Überraschungen machen den SchülerInnen Spaß und geben Ihnen die Freiheit Produktkreationen zu testen.
Versuchen Sie zum Beispiel ein Überraschungsweckerl einzuführen. Jede Woche gibt es eine neue Variation eines "gesunden" Weckerls. Damit halten Sie Ihr Angebot spannend und fördern damit den Verkauf. Darüber hinaus bekommen Sie viele Informationen, was die SchülerInnen besonders gerne mögen und was nicht.

Kombi-Aktionen
Leckere Kombinationen kommen gut an. Zum Beispiel: Ein Kombinationspreis für einen Snack inklusive einer Obstportion.

Klassiker verbessern - ohne viel Aufwand
Bereiten Sie Klassiker, wie zum Beispiel die beliebte Pizza einfach anders zu: Für den Pizzateig wählen sie Vollkornteig, fettarmen Schinken und fettarmen Käse und viel Gemüse. Im Rezeptteil finden sie leicht umsetzbare Rezeptanregungen, die an Schulbuffets getestet und erprobt sind.

Günstige Alternativen zur Wurstsemmel
Günstige Produkte verkaufen sich besonders gut. Bieten Sie einige gesundheitsförderliche Produkte um nur einen Euro an.
Zum Beispiel:

  • Vollkornbrote mit Aufstrich und Gemüse
  • halbe Weckerl mit Belag
  • kleinere Portionen Obstsalat, Gemüsesticks oder selbstgemachtes Fruchtjoghurt

Wie kann ich mein Mehlspeisenangebot gesundheitsförderlicher gestalten?
Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, Mehlspeisen anzubieten. Auch die Leitlinie Schulbuffet verbietet das nicht. Beachten Sie aber ein paar Grundsätze:

  • Maximal 10 Stück Mehlspeisen sollen sichtbar präsentiert werden
  • Mehr als die Hälfte davon, sollten fett- und zuckerärmere Mehlspeisen sein: Biskuit, Germteig oder Rührmasse
  • Mehlspeisen auf Basis von Vollkorn mit Obst und Gemüse sind zu bevorzugen, z.B. Apfelstrudel, Zucchini- oder Karottenkuchen.
  • Kleine Portionen - Als Richtmaß: Eine Portion ist nicht größer als der Handteller der kleinsten SchülerInnen.
  • Bieten Sie zum Beispiel auch halbe Kuchenportionen an
  • Anregungen finden Sie in der Rezeptsammlung.

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Werbung und Kommunikation

Neuerungen im Vorfeld kommunizieren
Informieren Sie die SchülerInnen rechtzeitig, wenn Sie ein neues Essens-Angebot planen, zum Beispiel durch Plakate. Das sorgt für Vorfreude und Neugierde bei den SchülerInnen. Häufig bekommen Sie auch schon erste Reaktionen, die Ihnen bei der Vorbereitung hilfreich sein können.

Essen soll gut klingen
SchülerInnen essen gerne Obst und Gemüse. Aber, für viele Kinder und Jugendliche klingen Begriffe wie "gesund" oder gar "gesundheitsförderlich" nach Essen, dass nicht gut schmeckt. Beschreiben Sie daher gesunde Produkte so, dass Sie für Ihre KundInnen gut klingen.

  • Bewährt haben sich Namen, die eine Verbindung zur Schule haben. Das zeigt, dass es das Produkt nur an Ihrem Schulbuffet gibt. Zum Beispiel: "Jetzt neu! (Verwenden Sie hier den Namen der Schule)SCHUL-Weckerl mit Überraschungsgemüse.
  • Fragen Sie die SchülerInnen - manchmal bekommen Sie so die besten und lustigsten Namen für Ihr Essen-Angebot.

Kostproben
Bieten Sie neue Essens-Kreationen als kleine Kostproben an, bevor sie in den Verkauf kommen.

  • Sie werben und testen gleichzeitig.
  • Sie machen das Produkt damit bekannt
  • Kostproben sprechen sich bei den SchülerInnen herum und machen neugierig.
  • Sie erfahren, wie das neue Produkt bei der Kundschaft ankommt und können es entsprechend anpassen

Sammelpässe machen Lust auf mehr
Für jedes gekaufte gesundheitsförderliche Produkt (Salat, Weckerl, Obst, Getränk usw...)kommt ein Stempel in den Pass. Ist der Pass voll, gibt es ein Produkt gratis. So schaffen Sie für Ihre Kundinnen und Kunden einen Anreiz, wieder zu kommen.

Wie erfahre ich, was meiner jungen Kundschaft schmeckt?
Beziehen Ihre KundInnen in die Angebotsgestaltung mit ein.

  • Umfrage: Durch Umfragen erfahren sie meist gut, was SchülerInnen denken. Fragen Sie, was Sie wissen wollen: nach den Wünschen, Ideen, welche Jause die Schülerinnen gut und weniger gut finden usw.
  • Mitwirken: Entwickeln Sie gemeinsam mit interessierten SchülerInnen einen Snack, den es nur an Ihrem Schulbuffet gibt.

Wie kann ich den SchülerInnen meine Preisgestaltung erklären?
Die Preisgestaltung am Schulbuffet ist nicht immer einfach. Meist gibt es viele Konkurrenzbetriebe in der näheren Umgebung. Das Preisempfinden der SchülerInnen spielt dabei eine große Rolle. Der Umsatz eines Schulbuffets ist kaum mit anderen Betrieben vergleichbar, vor allem wegen der kurzen Verkaufszeiten und den durch die Ferien bedingten Verdienstausfall.

  • Gehen Sie offen auf die Kritik der Kinder und Jugendlichen ein.
  • Erklären Sie Ihre Preisgestaltung und fragen Sie nach, ob es irgendwo vergleichbare Produkte günstiger gibt. Meist ist das nicht der Fall.
  • Kommunizieren Sie die Fakten leicht verständlich. Zum Beispiel: Hängen Sie ein paar Bilder auf, die Ihre Preise erklären. Wie viel Arbeit, Zeit und Geld investiert werden müssen, bis ein Produkt gekühlt in der Vitrine liegt.

Was tun bei Kritik trotz Angebotsverbesserung?
Sie haben Ihr Angebot erfolgreich umgestellt, sind bereits ausgezeichnet und trotzdem hagelt es Kritik? Setzen Sie auf Kommunikation. Meistens sind es nur Missverständnisse, die rasch aus dem Weg geräumt werden können. Zum Beispiel:

  • Kommunizieren Sie Ihre Bemühungen und Verbesserungen
  • Fragen Sie, ob Sie Ihr Konzept und Ihre Ideen bei einem Elternabend vorstellen zu dürfen. Damit können Sie besorgte Eltern überzeugen und die Akzeptanz für Ihren Betrieb steigern
  • Nach jeder Auszeichnung gibt es ein Feedbackgespräch mit Ihrem mobilen Coach. Bitten Sie Vertreter von SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und vielleicht auch die Schulärztin oder den Schularzt dazu. So zeigen Sie der Schule, was Sie bereits geschafft haben und wie sehr sich um ein gesundheitsförderliches Angebot bemühen.

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Präsentation

Altersgerecht präsentieren
Kinder und Jugendliche greifen gerne zur gesünderen Jausen-Alternativen, wenn diese altersgerecht und appetitlich präsentiert werden.

Obst und Gemüse essfertig anbieten
Obst und Gemüse ist für SchülerInnen oft zu groß, unpraktisch oder schwer zu essen. Bieten Sie Obst aufgeschnitten und in praktisch essbarer Form an: als Obstsalat oder als Obst-Spieße oder einen Becher mit bunten Gemüse-Sticks usw..

Wenig gesundheitsförderliche Produkte nicht bewerben
"Mit Ketchup und Mayo?" Vermeiden Sie solche beiläufigen Fragen, da Sie damit unabsichtlich wenig gesundheitsförderliche Angebote bewerben. Versuchen Sie stattdessen Alternativen, zum Beispiel frische Kräutersaucen auf Joghurtbasis.

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Keine Angst vor Umsatzeinbußen

Weniger Süßigkeiten heißt nicht weniger Umsatz
Süßigkeiten lassen sich gut verkaufen, das ist unbestritten. Laut Vorgaben der Leitlinie Schulbuffet sollen aber höchstens zehn verschiedene Sorten Süßigkeiten angeboten werden. Davon darf maximal die Hälfte schwerer als 30 Gramm sein. Bereits ausgezeichnete Schulbuffets zeigen jedoch, dass es keine Umsatzeinbußen gibt, weil das Angebot attraktiver wird.

  • Weniger Sorten aber mehr Abwechslung: Bieten Sie weniger Sorten an, aber wechseln Sie das Angebot öfters ab. Ein bestimmter Rhythmus erleichtert die Angebotsgestaltung.
  • Alternativen zu Süßigkeiten: Zum Beispiel kleine Obstportionen oder Obstspieße.
  • Reduzieren Sie gleichzeitig mit der Einführung von Neuigkeiten: Führen Sie gleichzeitig mit der Reduktion des Süßigkeiten-Sortiments andere Produkte ein. Zum Beispiel: Gemüsesticks mit Dip oder neue Weckerl-Kreationen. Das Interesse an Neuigkeiten überwiegt bei SchülerInnen und gleicht den Wegfall von Süßigkeiten aus.

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