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Weiterentwicklung Mutter-Kind-Pass

Bub, Foto: Mickey fotolia

Im aktuellen "Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung 2013-2018" ist die Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes verankert. Die vorrangigen Ziele sind entsprechend dem Regierungsübereinkommen Evaluierung, qualitative Weiterentwicklung, Attraktivierung und verstärkte Nutzung als Instrument der Frühförderung von Kindern.

Das ehemalige Bundesministerium für Gesundheit startete daher in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familien und Jugend einen interdisziplinären, multiprofessionellen Arbeitsprozess zur zeitgemäßen Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes.

Facharbeitsgruppe

Der Prozess zur Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Pass-Programmes ist als Multi-Stakeholder, Multi-Level Prozess aufgesetzt. Größtmögliche Transparenz der Entscheidungsfindung ist hierbei von zentraler Bedeutung. Die Einbindung aller Stakeholder wird durch die verschiedenen Prozessniveaus gewährleistet.

Als erster Schritt wird eine Facharbeitsgruppe (FAG) gegründet. Die FAG entspricht einem Beratungsgremium. Wissenschaftliche Basis für die Entscheidung über die zu beurteilenden Screening-Empfehlungen zu unterschiedlichen Gesundheitsbedrohungen sind die Berichte des LBI-HTA (Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment), insbesondere Teil IX "Empfehlungen aus evidenzbasierten Leitlinien für Screenings von Schwangeren und Kindern (0-6 Jahre)" bzw. dessen Update. Anhand der fachlich endabgestimmten Empfehlungen der FAG wird ein Ergebnisbericht erstellt.

Im nächsten Schritt wird ein Entscheidungsgremium etabliert, welches auf Basis des Ergebnisberichts der FAG über die Aufnahme oder nicht Aufnahme einer Maßnahme in ein weiterentwickeltes Mutter-Kind-Pass-Programm entscheidet. Die hier vorliegenden Regeln der Zusammenarbeit beziehen sich im Sinne einer Geschäftsordnung für die FAG ausschließlich auf die Agenden der FAG.

Mit einer Stellungnahme am Prozess teilnehmen

Größtmögliche Transparenz der Entscheidungsfindung in diesem Prozess ist von zentraler Bedeutung. Der Einbezug von "betroffenen Gruppen" stellt eine effiziente Mindestform der Partizipation dar. Daher hat die interessierte und allgemeine Öffentlichkeit die Möglichkeit, eine Stellungnahme zu dem jeweils aktuellen Protokoll abzugeben. Um die eingelangten Stellungnahmen einer Auswertung unterziehen können, müssen diese anhand standardisierter Vorgaben erfolgen. Die Stellungnahmen beeinflussen nicht die Empfehlung der Facharbeitsgruppe, werden dem Ergebnisbericht jedoch beigelegt und steht somit für weitere Entscheidungsprozesse zur Verfügung.

Facharbeitsgruppensitzungen

Die Protokolle der Sitzungen können Sie nachlesen unter:

Wissenschaftliche Basis

Zusatzinformationen: