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Veranstaltungen

Koordinationsplattform zur psychosozialen Unterstützung für Geflüchtete und Helfende

Ort: BMGF, Festsaal

Datum: 31.01.2017

Anzahl: 5 Bilder

Konstituierende Sitzung der Koordinationsplattform zur psychosozialen Unterstützung für Geflüchtete und Helfende im BMGF: In Österreich gibt es zahlreiche Angebote zur psychosozialen Unterstützung von Geflüchteten. Eine optimale Versorgung ist jedoch komplex und herausfordernd. Neben Problemen wie der Traumatisierungen durch Kriegs- bzw. Fluchterfahrungen, der Sorge um die Angehörigen und eine ungewisse Zukunft, spielen auch Platzmangel in Notquartieren, damit verbunden mangelnde Intimsphäre, fehlende Tagesstruktur oder auch erschwerter Zugang zu Versorgungsangeboten eine entscheidende Rolle für die psychosoziale Gesundheit. Fragmentierte Zuständigkeiten in Österreich, unterschiedliches Know-How der Hilfsorganisationen und vielfach knappe Ressourcen erschweren die Koordination und die Zusammenarbeit. In der ersten konstituierenden Sitzung wurde das Committment der beteiligten Akteurinnen und Akteure abgeholt. In weiteren Treffen sollen konkrete Projekte auf Schiene gebracht werden.

"Ziel ist es, die psychosoziale Gesundheit für Geflüchtete und Helfende zu erhalten bzw. zu verbessern. Damit soll auch dem in den Gesundheitszielen formulierten Ziel 'Psychosoziale Gesundheit bei allen Bevölkerungsgruppen fördern', entsprochen werden", erklärt die Sektionsleiterin für Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheiten des BMGF, Pamela Rendi-Wagner.

Mag. Alexander Grabenhofer-Eggerth (GÖG) bei der Vorstellung des Konzeptes der Plattform: "Das übergeordnete Ziel der Plattform ist die Erhaltung und Verbesserung der psychosozialen Gesundheit für Geflüchtete und Helfende auf allen Pyramiden-Ebenen."

Dr.in Judith Kohlenberger bei der Vorstellung der Studie "Displaced Persons in Austria Survey (DiPAS)" des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital. Die Studie befasst sich mit der Frage "Wer sind die Geflüchteten, die im Herbst 2015 nach Österreich kamen?" Bei DiPAS handelt es sich um die erste unabhängige, peer-reviewed Studie, die europäische Flüchtlingsankünfte im Jahr 2015 untersucht hat.

Dr. Thomas Wochele, MSc. (Caritas der Erzdiözese Wien) bei seinem Vortrag über Flucht und psychische Gesundheit: "Die Physiologie bei Traumaerfahrungen spielt eine besondere Rolle in der Betreuung der Geflüchteten und Unterstützung der Helfenden."

Von links nach rechts: Moderatorin der Veranstaltung: Mag.a Gabriele Sax (GÖG), Dr.in Isabella Buber-Ennser, Dr.in Judith Kohlenberger (beide Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital).

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