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Fachstellen für Suchtprävention

Mit dem Ziel nachhaltiger Suchtpräventionsstrukturen wurde in jedem Bundesland ein spezialisiertes Kompetenzzentrum eingerichtet:

Qualitätssicherung

Eine wichtige Aufgabe der Fachstellen ist die Professionalisierung und Qualitätssicherung von Maßnahmen im Bereich Suchtprävention. Die Fachstellen sind daher eng untereinander vernetzt. Sie beraten, initiieren, entwickeln und begleiten lokal und regional durchgeführte Präventionsprojekte und befassen sich mit der Auflage aktueller Materialien. Die Fachstellen bilden MultiplikatorInnen aus und bieten spezifisches Training für unterschiedlichste Berufsgruppen an.

Ziel ist die Integration und strukturelle Verankerung von Suchtprävention in definierten sozialen Feldern (Settings), um ein nachhaltiges und professionelles Vorgehen sicherzustellen, das am aktuellen Wissensstand ausgerichtet ist. Bei der Umsetzung von Präventionsaktivitäten, die vor Ort durchgeführt werden, kooperieren sie mit lokalen Partnern bzw. mit den im jeweiligen Bereich (Setting) tätigen Berufsgruppen, z.B. Kindergarten, Schule, Betriebe, außerschulische Jugendarbeit.

Präventionspolitische Grundsätze

Wichtige präventionspolitische Grundsätze in Österreich sind u.a.:

 

Ganzheitliche Definition von Gesundheit unter Berücksichtigung zweier Aspekte

  • Verhaltensprävention:
  • Stärkung der Ressourcen von Individuen und Gemeinschaften, um der Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen entgegenzuwirken
  • Verhältnisprävention:
    Veränderung struktureller Bedingungen und systemischer Aspekte

 Differenzierung zwischen universeller und selektiver Suchtprävention

  • Universelle Prävention wendet sich allgemein an große Gruppen die Allgemeinbevölkerung z.B. eine Schulgemeinschaft
  • Selektive Prävention zielt auf Gruppen, die auf Grund von Risikofaktoren Verhalten zu Substanzkonsum entwickeln bzw. im Zusammenhang mit Substanzkonsum gesundheitliche Risiken aufweisen (z.B. Kinder suchtkranker Eltern).

 Langfristigkeit, Nachhaltigkeit und Vernetzung

  • Nachhaltigkeit statt Aktionismus

Zusatzinformationen: