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Mediensucht - Überbegriff für viele Erscheinungsformen

Computersucht

Unter einer Computersucht versteht man den zwanghaften Drang, sich täglich, möglichst oft mit dem Computer zu beschäftigen. Nur wenige Fälle kommen in Behandlung, trotzdem wird die Dunkelziffer bei Computersucht höher eingeschätzt, als bei anderen Süchten. Eine Ursache dafür ist, dass diese Verhaltensstörung von der Gesellschaft noch wenig erkannt wird. Eine andere Ursache ist, dass noch wenig medizinische Forschung zum Thema existiert.

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Internetsucht

Von Internetsucht spricht man, wenn durch die exzessive Nutzung ein unkontrolliertes Abhängigkeitsverhalten entsteht, wenn Aktivitäten im Internet Priorität haben und einen überwiegenden Teil des Alltages einnehmen. Das Suchtverhalten kann sich aus routinemäßigen oder alltäglichen Handlungen wie Chatten, Austausch auf sozialen Plattformen oder Konsum von Spielen entwickeln.

Studien im Bereich der Internetsucht sind schwer durchzuführen, da sich die Entwicklung der Medienlandschaft sehr schnell und laufend verändert. Daher hinken Ergebnisse der aktuellen Datenlage stets hinterher. Aus diesem Grund gibt es für den europäischen Raum zur Internetsucht lediglich Schätzungen. Die Datenlage stammt vorwiegend von Onlinebefragungen aus Deutschland und der Schweiz. Als geschätzter Richtwert wird angenommen, dass etwa 1-3% der Internet-NutzerInnen eine Verhaltensstörung im Gebrauch des Mediums Internet entwickeln können. Für Österreich gibt es keine maßgeblichen Repräsentativstudien.


Internet in Österreich - Nutzungsdaten

Insgesamte Nutzung:
Insgesamt nutzen in Österreich 5,71 Millionen Menschen (= 80% der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren) das Internet. Davon gehen 5,17 Millionen (72%) regelmäßig online
(Quelle: INTEGRAL, AIM Austrian Internet Monitor, 1. Quartal 2012, n: 2500 pro Quartal)
Tägliche Nutzung:
4 Millionen (57 %) Menschen in Österreich sind täglich online.
(Quelle:INTEGRAL, AIM Austrian Internet Monitor, 1. Quartal 2011, n: 3000 pro Quartal)

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Fernsehsucht

Als Fernsehsucht bezeichnet man das zwanghafte Verlangen Fern zu sehen. Die Entwicklung zur Fernsehsucht ist ein schleichender Prozess. Erste Anzeichen lassen sich erkennen, wenn man kaum noch Aktivitäten erledigen kann, ohne dass der Fernseher nebenbei läuft. Betroffenen verspüren Unruhe oder Unwohlsein, Aggressivität und Passivität, wenn kein Fernseher läuft oder es ruhig ist. Auch das sofortige Einschalten des Fernsehers, wenn man nach Hause kommt, deutet auf Symptome der Fernsehsucht hin ebenso wie stundenlanges „Zapping“, also Durschalten der Kanäle ohne etwas Passendes zu finden und dennoch das Gerät nicht ausschalten zu können. Typische Merkmale der Fernsehsucht sind Entzugserscheinungen und Rückgang der Sozialkontakte.

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Handy-Sucht

Unter Handy-Sucht versteht man den starken Drang mit gerade nicht anwesenden Personen via Telekommunikation (Mobiltelefonanruf, SMS) in Kontakt treten zu wollen. Die Sucht hat meist die Isolation zur Folge, da es fast nur um einen telekommunikativen Austausch von Belanglosigkeiten anstatt tatsächlicher Zuwendung geht.

Eins der maßgeblich prägenden Merkmale dieser Abhängigkeit besteht darin, dass diese Personengruppe das Mobiltelefon meist durchgehend eingeschalten lässt. Die Betroffenen haben Angst ein Gespräch zu versäumen, was für sie bedeuten würde von einem sozialen Netzwerk abgeschnitten zu werden. Im weiteren Sinn umfasst die Handy-Sucht auch die Handyspielsucht sowie die Handyonlinesucht.

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