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Apotheken

Das Apothekenwesen in Österreich

Bild: Arzneimittelflaschen in einer Apotheke Bildnachweis: Österreichische Apothekerkammer

Arzneimittel dürfen in Österreich grundsätzlich nur in Apotheken verkauft werden. Lediglich einige einfache Arzneimittel wie bestimmte Vitaminpräparate oder Tees dürfen auch in Drogerien abgegeben werden.

Derzeit gibt es in Österreich 1.340 öffentliche Apotheken. In Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte kann die Arzneimittelversorgung auch durch ärztliche Hausapotheken erfolgen. Diplomierte Tierärztinnen/Tierärzte sind zur Haltung von Hausapotheken für den Bedarf der eigenen tierärztlichen Praxis berechtigt. Die 46 in Österreich bestehenden Anstaltsapotheken versorgen Krankenhäuser mit Fertigarzneimitteln und mit individuell hergestellten Arzneimitteln, erbringen patientenorientierte Dienstleistungen und wirken an Maßnahmen zur Optimierung der Arzneitherapie mit.

Schwerpunkte der Tätigkeit der öffentlichen Apotheke sind:

  • die Abgabe von qualitativ hochwertigen Arzneimitteln
    -  entweder nach ärztlicher Verschreibung oder
    -  Abgabe von rezeptfreien Mitteln im Rahmen der Selbstmedikation
  • die Anfertigung von Arzneimitteln
  • die Besorgung ausländischer Arzneimittel
  • die Information und Beratung von Patientinnen und Patienten sowie von Anwenderinnen/Anwendern über Arzneimittel
  • die Beratung in Gesundheits- und Ernährungsfragen
  • die Informationsvermittlung im Bereich Gesundheitserziehung und –aufklärung mit dem Ziel einer Verbesserung einer gesunden Lebensführung

Diese Leistungen umfassen die „klassischen Arzneimittel“, die Homöopathika und auch die im Rahmen zahlreicher neuer, alternativer Therapieformen angewendeten Arzneimittel wie TCM oder Ayurveda.

Der Betrieb einer öffentlichen Apotheke ist durch ein behördliches Genehmigungsverfahren und Bedarfsprüfungen reglementiert. Apotheken sind verpflichtet, detaillierte Vorschriften betreffend Ausbildung des Personals, Ausstattung der Räumlichkeiten, Lagerhaltung etc. einzuhalten und Nacht- sowie Wochenenddienste zu versehen.

Linktipps

Der Bewertungsraster zur Abgrenzung von Apothekenbetrieben wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit, der AGES-Medizinmarktaufsicht, der Österreichischen Apothekerkammer sowie engagierten Pharmazeutinnen und Pharmazeuten entwickelt und soll eine Selbst-Einstufung jeder einzelnen Apotheke hinsichtlich einer allfälligen Bewilligungspflicht gemäß § 63 Arzneimittelgesetz ermöglichen.

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