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Studie zur Patientenverfügung

"Die Studie 'Rechtliche Rahmenbedingungen und Erfahrungen bei der Umsetzung von Patientenverfügungen' ergab, dass sowohl auf Seiten der Angehörigen der Gesundheitsberufe als auch in der österreichischen Bevölkerung ein hoher Informationsbedarf herrscht, was die Patientenverfügung betrifft", erklärte Gerhard Aigner, Sektionsleiter im ehemaligen Bundesministerium für Gesundheit, nun Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, bei der Präsentation der Studie im Jahr 2014.

"Die Hälfte der österreichischen Bevölkerung weiß gar nicht, oder nicht genau, was eine Patientenverfügung ist. Wie die Ergebnisse der empirischen Erhebung zeigen, ist der Unterschied zwischen verbindlicher und beachtlicher Patientenverfügung wenig bekannt. Darüber hinaus gibt es geringe Kenntnis der Alternativen zur Selbstbestimmung, wie die Vorsorgevollmacht, die Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger, die Sachwalterverfügung und die Konsequenzen bei Fehlen einer Vorsorge."

Patientenverfügung ist wichtiger Schritt für Patientenrechte

"Die Stärkung des individuellen Willens von Patientinnen und Patienten für Behandlungsentscheidungen ist ein wichtiger Schritt im Sinne von Patientenrechten", so Ulrich Körtner, Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin an der Universität Wien und Leiter des Studienprojekts. "Die Studie zeigt jedoch eine Tendenz zu einer Entscheidungsdelegation an Ärztinnen und Ärzte und an Angehörige. Es wäre zu diskutieren, ob das jetzige Maß an Autonomie bei Behandlungsentscheidungen für viele Menschen ohne eine entsprechende Unterstützung eine Überforderung oder gar eine Zumutung bedeutet." Die Studie wurde im Auftrag des ehemaligen Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt.

Zum Thema - Recht auf Selbstbestimmung

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(22.7.2016)

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