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Gesundheitsförderung

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen fördert Projekte und Maßnahmen von besonderem gesundheitspolitischen Interesse. Es werden jährlich eigene Förderschwerpunkte festgelegt. 

Ansuchen, die nicht die jeweiligen Schwerpunkte betreffen, können nicht gefördert werden.

Förderschwerpunkte für das Jahr 2016

1. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention

mit Schwerpunkt auf Kinder, Jugendliche und Frauen insbesondere Frühe Hilfen und frühe Intervention, Gesunde Kinderkrippen und Gesunde Kindergärten sowie Gesunde Schulen, gesunde Ernährung mit Schwerpunkt ausgewogene Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungskompetenz, ältere und alte Menschen, psychische und psychosoziale Gesundheit, Zahngesundheit (insbesondere von Senioren/Seniorinnen). Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten (besonders impfpräventable Erkrankungen wie z.B. Masern, Hepatitis A, B oder Erkrankungen durch Humane Papillomaviren, außerdem Infektionskrankheiten wie HIV, AIDS, TB, weitere infektiöse Hepatitiden, West Nil Virus, sexuell übertragbare Erkrankungen, gesundheitssystemassoziierte Infektionen, neu auftretende Erreger), Stärkung der Überwachung und Verbesserung des Impfwesens und der Krankenhaushygiene, sowie der sinnvollen Anwendung von Antibiotika sowie Prävention und Bekämpfung von nicht übertragbaren Erkrankungen (z.B. Typ 2 Diabetes mellitus bzw. metabolisches Syndrom, COPD, Adipositas/Übergewicht, chron. entzündliche Darmerkrankungen und psychische Erkrankungen.

Weitere Schwerpunkte: Bewegung, Public Health Nutrition, Gesundheitskompetenz von Jugendlichen, Menschen im erwerbsfähigen Alter und älteren Menschen, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesunde Lebenswelten und gesunde Lebensstile von Jugendlichen, Menschen im erwerbsfähigen Alter und älteren Menschen, interkulturelle und genderspezifische Gesundheitsförderung und Prävention, Prävention von Gesundheitsbedrohungen durch Klimawandel und Extremwetterlagen, Prävention und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen. Prävention und Bekämpfung von Substanzmissbrauch und Abhängigkeitserkrankungen unter besonderer Berücksichtigung von Tabak/Nikotin, Alkohol und Verhaltenssüchten.

2. Maßnahmen zur Verbesserung der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen

im Bereich "Health Technology Assessment", "Pharmaceutical Care", "Kinderarzneimittel" und "Komplementärmedizin"

3. Maßnahmen im Bereich "Evidence Based Medicine" und "Evidence Based Nursing"

Anschubfinanzierung von vor allem forschungsbasierten bzw. evidenzsteigernden Projekten in den Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege sowie zur Transferleistung in die Berufspraxis.

4. Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit

Es soll für alle Altersgruppen gewährleistet sein, dass unabhängig von Herkunft oder Wohnregion sowie Geschlecht dieselben Gesundheitschancen bestehen. Hierzu bedarf es unter anderem der Stärkung benachteiligter Bevölkerungsgruppen in allen Lebensbereichen unter besonderer Berücksichtigung von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz, der positiven Veränderung von Verhältnissen und des "Health in all Policies"-Ansatzes.

5. Gesundheitsfolgenabschätzung

Gesundheitsfolgenabschätzung bietet einen systematischen Prozess zur Analyse und Bewertung geplanter politischer Vorhaben hinsichtlich der möglichen positiven und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sowie deren Verteilung innerhalb der Bevölkerung.

Hinweis auf grundlegende Förderungsvoraussetzungen:

1. Ausschließlich für gemeinnützige Organisationen:
Eine Förderungsgewährung ist grundsätzlich nur an gemeinnützige Organisationen möglich.

2. Förderungen nur für Förderungsschwerpunkte:
Eine Förderungsgewährung ist nur möglich, wenn das Vorhaben den oben genannten Förderungsschwerpunkten des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen entspricht.

3. Nur für überregionale Projekte und Modellprojekte:
Eine Förderungsgewährung kann nur für überregionale (Interessensbereich geht über ein einzelnes Bundesland hinaus) Aktivitäten (Projekte) bzw. für innovative Modellprojekte erfolgen.

4. Finanzierungsnotwendigkeit:
Eine Förderungsgewährung ist nur möglich, wenn seine Durchführung ohne Förderung aus Bundesmitteln nicht oder nicht in dem notwendigen Umfang möglich ist. Sollte also das geplante Vorhaben von FörderungswerberInnen selbst finanziert werden können, ist eine Förderungsgewährung nicht möglich.

5. Finanzierungszeitraum:
Kosten für ein Vorhaben, die vor dem Einlangen eines Ansuchens entstanden sind, können nicht anerkannt werden.

6. Kein Rechtsanspruch auf Förderung
Ein dem Grunde oder der Höhe nach bestimmter subjektiver Rechtsanspruch auf Gewährung einer Förderung besteht nicht!

 

Abwicklungsprozedere:

  • Förderungsansuchen samt den entsprechenden Beilagen sind im Original auf dem Postweg an die Abteilung I/3 des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen zu übermitteln. Eine elektronische Übermittlung ist grundsätzlich nicht vorgesehen.
  • Mit Vorliegen eines vollständigen Ansuchens wird eine Prüfung auf Förderungswürdigkeit und –zulässigkeit vorgenommen
  • Nach erfolgter Prüfung wird das Ansuchen entweder schriftlich abgelehnt, oder es wird FörderungswerberInnen ein Förderungsanbot in Form eines Vertrages übermittelt.
  • Dieses Förderungsangebot, das auch alle weiteren Informationen hinsichtlich Auszahlung, Abrechnung etc. enthält, können FörderungswerberInnen innerhalb einer vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen vorgesehenen Frist durch Unterzeichnung annehmen.
  • Der Förderungsvertrag ist von den zeichnungsberechtigten Organen zu unterfertigen und zu retournieren.
    Sollte der Förderungsvertrag nicht innerhalb der genannten Frist beim BMGF eingelangt sein, gilt das Förderungsangebot als widerrufen.

Zusatzinformationen: