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Das Bewegungsverhalten österreichischer Schülerinnen und Schüler

Bewegung im Kindes- und Jugendalter hat eine besonders hohe Relevanz, deshalb wurden im Jahr 2010 zu diesem Thema Leitlinien von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht. Diese fanden auch Eingang in die österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung, in denen es unter anderem heißt: "Um die Gesundheit zu fördern, sollten Kinder und Jugendliche jeden Tag insgesamt mindestens 60 Minuten mit zumindest mittlerer Intensität körperlich aktiv sein".

Warum ist Bewegung für Kinder und Jugendliche so wichtig?

Körperliche Bewegung hat eine Reihe an lang- als auch kurzfristig positiven Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen:

  • Verbesserung der Herz-Kreislauf Funktion

Regelmäßige Bewegung verbessert die allgemeine kardiovaskuläre Physiologie, hat einen positiven Einfluss auf Blutdruck, Blutgefäße und Blutwerte, gleichzeitig trägt sie langfristig dazu bei, das Risiko für Herzinfarkte und das Metabolische Syndrom zu senken.

  • Prävention von Übergewicht und Adipositas

Der mit regelmäßiger körperlicher Aktivität einhergehende höhere Kalorienverbrauch trägt dazu bei, Übergewicht und Adipositas vorzubeugen und ein gesundes Körpergewichts zu erhalten.

  • Erhöhung der kognitiven Leistungsfähigkeit

Körperliche Aktivität verbessert die Konzentrationsfähigkeit und hat einen positiven Einfluss auf schulische Leistungen.  

  • Verbesserung der Muskel-Skelett-Gesundheit

Die Grundlage für stabile und feste Knochen wird im Kindes- und Jugendalter gelegt. Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung können verhindern, dass in der körperlichen Entwicklung die maximale Knochendichte erreicht wird. Darüber hinaus trägt regelmäßige Bewegung zur Muskelkräftigung und somit zur Entwicklung des aktiven Bewegungsapparats bei.

  • Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens

Regelmäßige körperliche Bewegung wirkt anregend auf die Durchblutung in der Hirnregion, wodurch es zu einer erhöhten Zirkulation von Endorphinen, Adrenalin und Noradrenalin kommt, was sich wiederum positiv auf allgemeine Gemütslage, Selbstbewusstsein und Konzentration auswirkt, bei einer gleichzeitigen Regulation und Reduktion von Stress und Wut.

  • Verbesserung der psychischen Gesundheit

Neben dem vorteilhaften Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden, schlägt sich regelmäßige moderate bis intensive  körperliche Aktivität in einer Verbesserung der subjektiven Schlafqualität nieder, beugt Angstzuständen und Depression vor, fördert mentale Stärke und psychische Widerstandskraft und ist mit einem höheren Maß an Neugierde und Erkundungsfreude assoziiert. Darüber hinaus kann Bewegung im Rahmen von sportlichen Teamaktivitäten zur Entwicklung von sozialen  Kompetenzen beitragen.

  • Verringerung der Wahrscheinlichkeit für gesundheitliches Risikoverhalten

Körperlich aktive Jugendliche beginnen seltener zu rauchen und konsumieren weniger häufig exzessiv Alkohol.

  • Langfristige Verringerung des Risikos für bestimmte Formen von Krebs

Regelmäßige intensive körperliche Aktivität wird mit einer langfristigen Reduktion des Risikos für Brust-, Gebärmutter-, Darm- und Nierenkrebs in Zusammenhang gebracht.

Wie häufig sind österreichische Schülerinnen und Schüler körperlich aktiv

Die Häufigkeit der körperlichen Aktivität wird im Rahmen der HBSC-Studie mit zwei Items abgefragt. Die Definition von "körperlicher Aktivität" orientiert sich dabei an jener der WHO, und umfasst jene Aktivitäten, die eine moderate bis hohe Intensität aufweisen, d.h. den Pulsschlag erhöhen bzw. zum Schwitzen oder außer Atem bringen.

Details zu den Ergebnissen:

HBSC-Studie - Factsheet 01/2014

(16.2.2017)

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