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"Depression Let’s talk": Weltgesundheitstag der WHO

Depressionen sichtbar machen und psychische Gesundheit in allen Politik-Bereichen verankern

Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung unserer Zeit. In Österreich werden jährlich rund 400.000 Depressionen diagnostiziert, von einer höheren Dunkelziffer ist auszugehen. Der Weltgesundheitstag der WHO unter dem Motto "Depression – Let’s talk" am 7. April verfolgt das Ziel, dass Betroffene und deren Angehörige Hilfe suchen und diese auch erhalten.

Mut zur Hilfe

Über Depressionen zu sprechen, im privaten Umfeld wie auch im öffentlichen Diskurs – ist wichtig, um die Erkrankung sichtbar zu machen. Es trägt dazu bei, einen selbstverständlichen Umgang mit psychischer Gesundheit und Krankheit in unserer Gesellschaft zu fördern.

Sollten Personen von einer Depression betroffen sein, ist es wichtig, sie und ihre Angehörigen dazu zu ermutigen, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Depressionen können sich in unterschiedlichen Altersphasen und unabhängig vom Geschlecht und vom sozialen Status entwickeln.

Hilfe bieten die entsprechende Einrichtungen sowie VertreterInnen der Gesundheitsberufe – wie Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie, Klinische Psychologinnen und Psychologen und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Psychosoziale Gesundheit fördern

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Derzeit wird im Rahmen des Gesundheitszieleprozesses das Gesundheitsziel 9: "Psychosoziale Gesundheit in allen Bevölkerungsgruppen fördern"" erarbeitet. Ziel ist, die psychosoziale Gesundheit innerhalb aller Bevölkerungsgruppen zu stärken. Scherpunkte bilden die Gesundheitsförderung und Prävention, die Versorgung und Ausbildung sowie die Gesellschaft und die Entstigmatisierung.

10 Schritte für psychische Gesundheit

Eine Maßnahme des Gesundheitsziels 9 ist die Aktion von pro mente, 10 Schritte für psychische Gesundheit. Die Aktion zeigt allgemeine Strategien auf, die Menschen unterstützen können, Belastungen durch alltägliche Probleme sowie schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.

Beirat für psychische Gesundheit

Der Beirat für psychische Gesundheit des BMGF wurde in Entsprechung der im Jahr 2005 von der WHO festgelegten "Europäischen Erklärung zur psychischen Gesundheit" installiert. Er setzt sich multiprofessionell aus Fachleuten und VertreterInnen verschiedener Organisationen und Institutionen zusammen.

Als Beiratsmitglied fokussiert etwa der Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) darauf, den Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe zu erleichtern und die Hemmschwelle, diese Hilfe auch in Anspruch zu nehmen, zu senken. Als weiteres Mitglied stellt etwa der Verein "HPE – Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter" hilfreiche Informationen und kostenlose Beratungsmöglichkeiten bereit.

Informationen für Betroffene

Gesundheitsberufe

HPE - Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter

verrückte Kindheit - Beratung für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil

ÖBVP - Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Kriseninterventionszentrum

pro mente

Zusatzinformationen: