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Suizid und Suizidprävention SUPRA

Bericht Suizid und Suizidprävention in Österreich

Keine Todesart löst so viel Betroffenheit aus und stellt für Angehörige sowie das weite Umfeld eine so große Belastung dar wie die Selbsttötung.

Der Bericht Suizid und Suizidprävention in Österreich 2015 bietet ein Update der wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zu Suiziden in Österreich. Die Bedeutung des Internets für die Suizidprävention, speziell die Bedeutung von E-Mail-Beratung, sozialen Medien und Internet-Foren wird speziell beleuchtet.

Im Jahr 2014 starben in Österreich 1.313 Personen durch Suizid. Das bedeutet, dass die Zahl der Suizidtoten mehr als dreimal so hoch ist wie beispielsweise jene der Verkehrstoten (430 Tote). Seit den 1980er Jahren ist zwar ein deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten, mit Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 verlangsamte sich dieser Rückgang jedoch deutlich und der Wert blieb nahezu konstant.

Der relative Rückgang der Suizide seit 1986 war bei den Frauen deutlich stärker ausgeprägt als bei den Männern. Zu Suizidversuchen liegen keine verlässlichen Zahlen vor, da sie oft nicht als solche erkannt bzw. dokumentiert werden und nicht zwingend zu einem Kontakt mit dem Gesundheitssystem führen. Internationale Studien gehen jedoch davon aus, dass Suizidversuche die Zahl der tatsächlich durch Suizid verstorbenen Personen um das 10- bis 30-Fache übertreffen.

Nationale Suizidpräventionsstrategie (SUPRA)

Die Suizidprävention auszubauen war Teil des Regierungsprogramms 2008-2013. Ziel war, in Österreich eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Suizidprävention sicherzustellen. Um die Prävention zu verbessern und die Suizidrate weiter zu senken.

Im Herbst 2012 wurde vom ehemaligen Bundesministerium für Gesundheit, nun Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, das österreichische Suizidpräventionsprogramm SUPRA präsentiert. Das nationale Präventionsprogramm ist Basis für die Entwicklung einer nationalen Suizidpräventionsstrategie.

Koordinationsstelle für Suizidprävention

Zur Umsetzung der Maßnahmen wurde 2012 an der Gesundheit Österreich GmbH die Koordinationsstelle Suizidprävention eingerichtet.
Zu den vorrangigen Aufgaben der Koordinationsstelle für Suizidprävention zählen:

  • Priorisierung der im SUPRA vorgeschlagenen Maßnahmen nach Überprüfung von deren Umsetzbarkeit;
  • Bündelung und Weiterentwicklung bereits laufender Maßnahmen zur Suizidprävention in den einzelnen Bundesländern im Sinne des SUPRA;
  • Aufbau einer dauerhaften und qualitativ hochwertigen nationalen Suizidberichterstattung;
  • Koordination sektoren- und ressortübergreifender Zusammenarbeit.

(3.3.2016)