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Richtige Anwendung von Sonnenschutzmitteln

Sonnenschutz ist Gesundheitsschutz

Vor allem durch ein geändertes Freizeit- und Sozialverhalten hat sich die Belastung der Bevölkerung mit UV-Strahlung während der letzten Jahrzehnte stark erhöht. Zahlreiche Studien belegen, dass UV-Strahlung Hautkrebs verursachen kannn. UV-Strahlung wurde daher als karzinogen eingestuft. Säuglinge und Kinder sind besonders gefährdet, da ihre Haut sehr empfindlich ist und nur über einen geringen Eigenschutz verfügt.

Die wichtigste Regel ist, sich nicht ungeschützt der Sonne auszusetzen. Neben Bekleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrillen sind Sonnenschutzmittel unverzichtbar für den Schutz vor zu starker Belastung mit UV-Strahlung und damit vor einem Sonnenbrand.

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Richtig eincremen

Nur richtiges Eincremen mit einem geeigneten Sonnenschutzmittel bietet einen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung.

Sonnenschutz muss entsprechend den am Produkt angegebenen Anwendungshinweisen ausreichend und gleichmäßig aufgetragen werden, um voll wirksam zu sein. Wichtig ist auch, eine an den Hauttyp und den Bedürfnissen angepasste Sonnencreme zu verwenden (z.B. Kinder, heller Hauttyp oder Sport).

Ein wirksamer UV-Schutz beginnt erst ab dem Sonnenschutzfaktor 6!

Wie oft soll ich den Sonnenschutz auftragen?

Durch das Schwimmen und Abtrocknen oder starkes Schwitzen kann der Schutzfilm teilweise verloren gehen. Damit ein optimaler Sonnenschutz erhalten bleibt, sollten sie diesen daher in regelmäßigen Abständen mindestens aber alle 2 Stunden erneuern. Ein wiederholtes Auftragen verlängert aber nicht den Sonnenschutz.

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Kennzeichnung beachten

Je länger der Aufenthalt in der Sonne, desto höher sollten der UVB-Lichtschutzfaktor und der UVA-Schutz des verwendeten Sonnenschutzmittels sein. Auf EU-Ebene wurde ein genormtes Logo eingeführt, das die Auswahl des passenden Sonnenschutzmittels vereinfachen soll. Produkte, deren UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt, dürfen das Siegel UVA tragen. Diese Bezeichnung ersetzt die frühere Bezeichnung "Australischer Standard".

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Zusatzkennzeichnung für UVB

Der Lichtschutzfaktor (LSF) oder Sonnenschutzfaktor (SPF - Sun Protection Factor) ist ein Maß für die Wirksamkeit der UVB-Filter eines Sonnenschutzmittels. Er gibt an, wie viel mal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Die Eigenschutzzeit hängt stark vom Hauttyp ab und beträgt zwischen drei Minuten für sehr helle Haut (Hauttyp I) und vierzig Minuten für die mediterrane bräunliche Haut (Hauttyp IV). Sonnenschutzmittel müssen mindestens einen Lichtschutzfaktor 6 aufweisen.

Um die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors zu erleichtern, werden die Lichtschutzfaktoren in folgende Kategorien eingeteilt:

  • Niedriges Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 6-10)
  • Mittleres Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 15-25)
  • Hohes Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 30-50)
  • Sehr hohes Schutzniveau (Lichtschutzfaktor 50+)

Ein Beispiel: Beträgt der Eigenschutzfaktor der Haut etwa 15 Minuten (typisch für den Hauttyp II - nordischer Typ) und verwendet man ein Sonnenschutzmittel mit dem Lichtschutzfaktor 20, so kann man sich fünf Stunden in der Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Regelmäßige Marktkontrollen gewährleisten, dass Sonnenschutzmittel und die darin enthaltenen UV-Filter sicher und wirksam sind.

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Wie funktionieren Sonnenschutzmittel?

Sonnenschutzmittel sind hoch spezialisierte Produkte die laufend den Bedürfnissen der VerbraucherInnen angepasst werden: zum Beispiel Formulierungen für SportlerInnen die wasserdicht und schweißfest sein sollen oder Produkte für Kinder die wesentlich empfindlicher auf Sonnenstrahlen reagieren als Erwachsene.

Sonnenschutzmittel bestehen grundlegend aus zwei unterschiedlichen Wirkstofftypen – anorganische und organische Sonnenschutzfilter. Beide bieten Schutz gegen die UVB-Strahlung aber nur einige davon gegen UVA-Strahlung.

Anorganische Sonnenschutzfilter wie z.B. Titandioxid und Zinkoxid reflektieren und streuen das Licht, während organische Filter wie etwa 4-Methylbenzylidene Camphor (4-MBC) oder Oxybenzone die Strahlung primär absorbieren und anschließend als Wärme ableiten. Um einen möglichst hohen und breitbandigen Sonnenschutz zu erhalten, werden daher meist beide Filtertypen kombiniert.

Obwohl die Schutzwirkung von Sonnenschutzmitteln auf der Oberfläche der Haut stattfindet, besteht nicht selten die Sorge dass zumindest einige Sonnenschutzmittel-Wirkstoffe wie z.B. Titandioxid in seiner Nanoform durch die Haut aufgenommen und in den Körper gelangen können. Daher müssen alle Sonnenschutzfilter eine umfassende Risikobewertung und Zulassung durchlaufen, damit es zu keinen unbeabsichtigten Risiken und Langzeitauswirkungen gegenüber Sonnenschutzmittel-Wirkstoffen kommt.

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Checkliste für den Kauf von Sonnenschutzmitteln

Lichtschutzfaktor: Je heller der Hauttyp und je intensiver die Sonneneinstrahlung, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein. Im Zweifel sollte man besser zu einem höheren Schutz greifen.

UVA/UVB-Breitbandschutz: Die UVA-Kennzeichnung garantiert, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt.

Schweiss- und Wasserfestigkeit: Wer sich viel im Wasser aufhält oder stark schwitzt sollte zu einem wasserfesten Mittel greifen.

Lotion, Spray oder Creme: Das hängt von den persönlichen Bedürfnissen und dem persönlichen Geschmack ab. Lotionen und Sprays ziehen oft schneller ein als Cremes.

Kinder: Sonnenschutzmittel für Kinder sind speziell für die Kinderhaut formuliert. Auch wird dabei auf kindgerechte Anwendung geachtet (z.B. farbige Mittel). (1.6.2017)

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Zusatzinformationen: