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Frauen und Pensionen

Die Broschüre Frauen und Pensionen. Wie Lebensentscheidungen die Absicherung im Alter beeinflussen wurde aktualisiert und steht nun in der 2. Auflage online zur Verfügung. Die Aktualisierungen bilden die rechtliche Situation mit Stand Jänner 2017 ab. Darüber hinaus enthält die Broschüre einen Überblick über das Pensionssystem, und stellt anhand beispielhafter Lebensläufe Möglichkeiten dar, die eigene Pensionsleistung abzusichern. Ergänzt werden die Informationen durch ein umfangreiches Glossar und die wichtigsten Kontaktadressen und Angebote.

Einen Kurzüberblick über die wichtigsten Punkte zum Pensionssystem bietet auch der Folder zur Broschüre.

Aktuelle Situation

Das österreichische Pensionssystem beruht auf dem Prinzip der Pflichtversicherung und soll den Lebensunterhalt im Alter – nach dem Ende des Erwerbslebens – absichern.

Grundsätzlich hängt die Höhe der Pensionen von den eingezahlten Beiträgen ab, und damit sowohl von der Anzahl der Beitrags(versicherungs)monate und der Höhe der gezahlten Beiträge, d.h. vom Erwerbseinkommen.

Derzeit beziehen rund 939.500 Frauen eine Alterspension (Hauptverband, März 2017), das entspricht knapp 57% aller AlterspensionistInnen.

Da Frauen nach wie vor im Durchschnitt deutlich geringere Erwerbseinkommen erzielen (geringere Stundenlöhne, reduzierte Arbeitszeit, weniger Führungspositionen) und auf ihr gesamtes Leben betrachtet – hauptsächlich aufgrund der Kinderunterbrechungen – in geringerem Ausmaß erwerbstätig sind, liegen auch die durchschnittlichen Alterspensionen von Frauen mit 982 Euro deutlich unter denen der Männer (1.609 Euro; Hauptverband Dezember 2016; alle Träger der Pensionsversicherung; alle Alterspensionen). Gleichzeitig beziehen Frauen oft länger Pension als Männer: etwa aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und dem früheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter.

Dies wird teilweise durch Hinterbliebenenpensionen kompensiert. Nichtsdestotrotz sind alleinlebende Pensionistinnen überdurchschnittlich oft von Armutsgefährdung betroffen. Und: Frauen stellen nach wie vor die überwiegende Mehrheit der AusgleichszulagenbezieherInnen, d.h. ihre Pension wird auf den Richtsatz der Ausgleichszulage hin angehoben, um einen Mindestlebensstandard zu sichern. Etwa zwei Drittel aller BezieherInnen der Ausgleichszulage sind Frauen.

Ein eigenes, existenzsicherndes Einkommen ist – nicht nur im Alter – für die finanzielle Absicherung wichtig.

Weitere Informationen zum Thema Frauen und Pensionen finden Sie links in unserem Downloadbereich, in der 2., aktualisierten Auflage der Broschüre „Frauen und Pensionen“ des BMGF und auf den Seiten des Sozialministeriums und der Pensionsversicherung (siehe "weiterführende Links").

(10.05.2017)