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Käthe Leichter-Preis

Der Käthe Leichter-Staatspreis für Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt wird für hervorragende Leistungen um die Frauen- und Geschlechterforschung im Bereich der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften wie auch um die Frauenbewegung und die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit, verliehen.

Preisträgerinnen 2016

Am 18. Oktober 2016 wurden die Käthe Leichter-Preise 2016 im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen verliehen.

Der Käthe Leichter-Staatspreis für Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt wurde verliehen an

  • Univ-Prof.in Dr.in Brigitte Young

Käthe Leichter-Preise für Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt gingen an:

  • Prof.in Mag.a Dr.in Silvia Kronberger
  • Dr.in Waltraud Ernst
  • Mag.a Elli Scambor
  • Mag.a Dr.in Karin Sardadvar
  • Dr.in Sybille Pirklbauer

Fotogalerie Preisverleihung 2016

Dokumentarfilm: 25 Jahre Käthe Leichter-Preisverleihung

Käthe Leichter (1895 - 1942)

Käthe Leichter war die erste Frauenreferentin der Arbeiterkammer und sowohl wissenschaftlich als auch politisch im Interesse der Frauen tätig. Sie war eine der interessantesten und bedeutendsten Frauen im politischen Leben der 1. Republik. Ihre sozialpolitischen Erhebungen, beispielsweise über die Lage der Hausgehilfinnen, der Heim- und Industriearbeiterinnen sowie wie das Handbuch der Frauenarbeit in Österreich gehören zu den wichtigsten frauenrelevanten Publikationen der Zwischenkriegszeit. Neu an Käthe Leichters Erhebungen und Analysen war nicht nur, dass sie sich speziell mit der Situation von Frauen beschäftigten, sondern auch, dass sie auf den Erfahrungen von Frauen beruhten, von Frauen verfasst und herausgegeben wurden.

Sie wurde 1938 von der Gestapo verhaftet und im Jänner 1940 in das KZ Ravensbrück überstellt. 1942 wurde Käthe Leichter in der Euthanasieanstalt Bernburg ermordet.

Geschichte des Käthe Leichter-Preises

Der Käthe Leichter-Preis wird seit dem Jahr 1991 vergeben, wobei zunächst jährlich

  • jeweils ein Käthe Leichter-Preis Österreichischer Staatspreis für die Frauengeschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung von der Frauenministerin und dem Sozialminister sowie
  • jeweils ein Käthe Leichter-Preis für die Frauengeschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung von der Österreichischen Nationalbank und der Arbeiterkammer,

gestiftet wurde.

Der Käthe Leichter-Preis geht auf die Initiative von Herrn Univ.-Doz. Dr. Steiner zurück und wurde in der Realisierung von der damaligen Frauenministerin Johanna Dohnal unterstützt.

Nach einer Unterbrechnung von vier Jahren wurde die Verleihung des Käthe Leichter-Staatspreises für Frauen- und Geschlechterforschung 2005 wieder aufgenommen und fortgesetzt.

Informationen zum Käthe Leichter-Staatspreis

Der Käthe Leichter-Preis soll an Leben und Wirken der Nationalökonomin Käthe Leichter erinnern.

Der Käthe Leichter-Staatspreis für Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt wird für hervorragende Leistungen um die Frauen- und Geschlechterforschung im Bereich der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften wie auch um die Frauenbewegung und die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit, verliehen.

Der Käthe Leichter-Staatspreis für Frauen-, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt ist mit 5.000 Euro dotiert und wird vom für Frauenangelegenheiten zuständigen Regierungsmitglied verliehen.

Neben dem Käthe Leichter-Staatspreis werden weitere Käthe Leichter-Preise in der Höhe von je 2.500 Euro verliehen, und zwar:

  • von dem für Bildung zuständigen Regierungsmitglied, 
  • von dem für Wirtschaft zuständigen Regierungsmitglied jährlich alternierend mit dem für Wissenschaft und Forschung zuständigen Regierungsmitglied,
  • von dem für Arbeit zuständigen Regierungsmitglied ,
  • von der Arbeiterkammer Wien und
  • von der Oesterreichischen Nationalbank.

Die Nominierung sowie die Wahl der Preisträgerinnen erfolgt durch eine unabhängige Jury – es ist daher keine Eigenbewerbung möglich.

Die Jury setzt sich aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung, die auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung anerkannt sind, universitär und außeruniversitär, aus verschiedenen Disziplinen sowie maßgeblichen Persönlichkeiten der Interessenvertretungen der Arbeitnehmenden und anderer Preisstiftenden zusammen.

Zusatzinformationen: