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Leitlinie – Qualitätsstandards für die Opioid-Substitutionstherapie

Die "Leitlinie – Qualitätsstandards für die Opioid-Substitutionstherapie" ist eine von vier medizinischen Fachgesellschaften (ÖGKJP, ÖGABS, ÖGAM, ÖGPP) angenommene Behandlungsleitlinie. Sie bietet der Ärzteschaft wissenschaftlich begründete und praxisorientierte Entscheidungs- und Orientierungshilfe bei der Opioid-Substitutionstherapie.

Bereits im Jahr 2014 wurde ein vom Gesundheitsministerium organisatorisch unterstützter Expertiseprozess gestartet, in dem auf möglichst breiter fachlicher Ebene die Parameter für eine qualitätsgesicherte Substitutionsbehandlung unter den in Österreich gegebenen Bedingungen definiert werden sollte. Aus rechtlicher Sicht wurden Spannungsfelder zwischen den medizinischen Empfehlungen und der damaligen Rechtslage identifiziert und Vorschläge für die Bereinigung jener Verordnungsvorschriften erstattet, die der evidenzbasierten Patientenbehandlung entgegenstehen.

Die Novelle des Suchtmittelgesetzes im Sommer 2017 sowie die Änderungen in der Suchtgiftverordnung und der Weiterbildungsverordnung orale Substitution im Herbst 2017 stellen die flankierenden legistischen Maßnahmen dar, die Teil jenes Gesamtpaketes sind, mit dem die Therapie von Suchterkrankten in Österreich neu geregelt wird. Durch die Novelle der Suchtgiftverordnung wird auch die Rolle der Amtsärztinnen und Amtsärzte, in Abgrenzung zur ärztlichen Therapiehoheit, präziser geregelt. (Siehe "Rechtstexte zum Thema Suchtmittel")

Herzstück dieses Gesamtpaketes stellt die Behandlungsleitlinie der vier Fachgesellschaften dar. Erstmals steht den behandelnden Ärztinnen und Ärzten eine evidenzbasierte Behandlungsleitlinie zur Verfügung, die auch die für die Zusammenarbeit mit den Amtsärztinnen und Amtsärzten notwendigen Parameter beinhaltet:

  • medizinische und psychosoziale Stabilitätskriterien,
  • umfassende Dokumentations- und Auskunftspflichten,
  • Dosisempfehlungen. (30.10.2017)

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