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Aktionsplan Frauengesundheit

Der "Aktionsplan Frauengesundheit", ein gemeinsames Projekt des Gesundheitsministeriums und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen, zielt auf eine Qualitätsverbesserung der medizinischen Angebote für Frauen.

Frauen und Männer haben verschiedene Gesundheitsrisiken, unterschiedliche Lebensstile, zeigen bei manchen Krankheiten unterschiedliche Symptome und reagieren auf die gleichen medizinischen Behandlungen nicht immer gleich. Gleichzeitig sind Frauen immer häufiger von Erkrankungen betroffen, die bislang als typische Männererkrankungen galten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkt.

Mit dem "Aktionsplan Frauengesundheit" soll ein wichtiger Schritt gesetzt werden, um die Gesundheit von Frauen in Österreich zu verbessern und ihre Chancengleichheit zu fördern. Selbstbestimmung von Frauen in allen gesundheitlichen Belangen ebenso wie genderspezifische Aspekte der Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung sind wichtige Anliegen einer sozialen Gesellschaft.

Zur Realisierung gesundheitsbezogener Chancengleichheit müssen Genderaspekte in der Gesundheitsforschung und Planung sowie in Gesundheitsförderung, Krankenversorgung und Rehabilitation mitberücksichtigt werden. Neben Gender beeinflussen auch andere soziale Kategorien wie Alter, Ethnizität, Nation, sozioökonomischer Status, sexuelle Orientierung und Behinderung die Gesundheit. Beispielsweise werden Frauen mit Behinderung oftmals sowohl als Frau als auch in ihren Erwerbs-und Einkommenschancen benachteiligt, sind öfter von Gewalt und Armut betroffen und werden im Gesundheitswesen mit ihren vielschichtigen Problemkonstellationen nur unzureichend wahrgenommen.

Der Aktionsplan ist entlang der verschiedenen Lebensphasen von Frauen strukturiert: der Jugend, dem Berufsalter, der späteren Lebensphase. Um eine differenzierte Perspektive auf die unterschiedlichen gesundheitsbezogenen Bedürfnisse und Probleme von Frauen zu bekommen, wurden Vertreterinnen relevanter Stakeholder in die Erarbeitung des Aktionsplans eingebunden.

Zwischenbericht: 40 Maßnahmen

Der Aktionsplan soll entlang der verschiedenen Lebensphasen von Frauen strukturiert sein (Jugend, Alter, Berufsleben). Eine gendersensible Gesundheitspolitik gewichtet die Handlungsfelder der Frauengesundheit in Abhängigkeit vom Alter jeweils differenziert. Das im Rahmen der gendermedizinischen Forschung gesammelte Wissen über geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf Lebenswelten, Gesundheitsbedürfnisse und Gesundheitsverhalten und unterschiedliche Betroffenheit von Krankheiten bzw. Reaktionsmuster auf Behandlungen ermöglicht eine zielgruppenspezifische und bessere Planung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und Behandlung.

Konkret wurden im Aktionsplan 40 Maßnahmen, die für Frauen in Österreich einen gesundheitlichen Vorteil bringen, definiert. Für folgende Lebensphasen wurden entsprechende Maßnahmen definieren: Mädchen & jungen Frauen, Frauen im Erwerbsalter, ältere Frauen.

Nachlese: Vorträge Auftaktveranstaltung Aktionsplan Frauengesundheit (November 2014)

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