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Baby-friendly Hospital Initiative in Österreich

Da Stillen eine der wirksamsten Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit des Kindes ist und auch für die Mutter viele gesundheitliche Vorteile bringt, wurde 1991 von der WHO und der UNICEF die Baby-friendly Hospital Initiative (BFHI) gegründet. Ziel ist, die Gestaltung des Geburtserlebnisses und die Stillförderung in der Geburtshilfe zu verbessern. Mütter und Neugeborene sollen dadurch bei einem möglichst gelungenen gemeinsamen Start ins Leben unterstützt werden.

Baby-friendly Hospitals unterscheiden sich von anderen Krankenhäusern durch das Einhalten sehr hoher, einheitlicher Qualitätsstandards, die alle vier Jahre durch externe GutachterInnen überprüft werden. Alle Baby-friendly Hospitals müssen 10 Schritte zum erfolgreichen Stillen, Kriterien der Mütterfreundlichkeit und den WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten einhalten. Unter anderem müssen alle MitarbeiterInnen in Fragen der Stillförderung geschult sein, um den Müttern einheitliche Informationen vermitteln zu können. Großer Wert wird auch auf den Hautkontakt zwischen Mutter und Kind unmittelbar nach der Geburt sowie auf das 24 Stunden Rooming-In gelegt.

Nicht nur stillende Mütter werden in einem Baby-friendly Hospital besonders gut unterstützt; auch nicht stillende Frauen werden umfassend beraten und begleitet.

In Österreich gibt es BFHI seit 1996. Im Jahr 2010 wurde eine Sektion „Baby-friendly Hospitals“ als Teil des Österreichischen Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen gegründet. Von 2010-2013 wurde aus Vorsorgemitteln des Bundes ein Maßnahmen- Roll-Out gefördert, das die bundesweiter Verbreitung von BFHI unterstützte. Die Baby-friendly Hospitals-Initiative hat sich seit 2011 gut entwickelt. Derzeit gibt es 14 Baby-friendly Hospitals in Österreich. (12.3.2018)

Info-Links

Informationen zur Geburt und zu Eltern-Kind-Programmen

fruehehilfen.at/

Frühzeitige Hilfe für Familien und Mütter in belastenden Lebenssituationen.

help.gv.at

Aktuelle Informationen zur Geburt eines Kindes, zu Mutterschutz, Vor- und Nachnamen eines Neugeborenen, Obsorge, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Elternkarenz, Elternteilzeit usw.

gesundheit.gv.at

Informationen zum Mutter-Kind-Pass

Zusatzinformationen: