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HIV/AIDS

Das HI-Virus (HIV, human immunodeficiency virus) greift das Immunsystem an und zieht eine lebenslange schwere Erkrankung nach sich. Die Hauptrisikofaktoren für eine Infektion mit dem HI-Virus sind ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person und gemeinsame Nutzung von Spritzbesteck zum intravenösen Drogengebrauch.

Im Endstadium der Infektion kommt es zur Zerstörung des körpereigenen Immunsystems. Liegt eine spezifische Kombination von Krankheitssymptomen vor, so spricht man von AIDS (acquired immunodeficiency syndrome).

Seit Mitte der 1990-er Jahre gibt es effektive Therapiemöglichkeiten für HIV Infektionen, womit die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessert und der Ausbruch von AIDS hinausgezögert oder verhindert werden kann.

Einen leichten Rückgang der HIV Diagnosen in der EU/EWR von 2005 bis 2015 zeigen Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC Surveillance Bericht 2017). Auch in Österreich bedarf es weiterhin dringend der Aufklärung und Information um die Zahl der nicht diagnostizierten sowie zu spät diagnostizierten HIV-positiven Personen zu senken. In Österreich gibt es jährlich ca. 500 Neudiagnosen einer HIV-Infektion.

Auf internationaler Ebene haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNAIDS Ziele zur Bekämpfung von HIV und AIDS gesetzt, welche auch in Österreich verfolgt werden:

HIV-Prävention und Testung

Einen wesentlichen Beitrag zur HIV-Prävention leisten die AIDS Hilfen und Beratungsstellen, insbesondere durch Aufklärungsaktivitäten für Personengruppen mit erhöhtem Risikoverhalten. Die AIDS Hilfen bieten anonyme und kostenlose Testung und Beratung an. Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen unterstützt die AIDS-Hilfen seit deren Bestehen in Österreich.

AIDS-Hilfen und Beratungsstellen

Wenn Sie Rat oder Hilfe brauchen, können Sie sich an eine AIDS-Hilfe-Beratungsstelle wenden.

Kontaktliste der AIDS-Hilfe-Beratungsstellen

Unterstützungsfonds

Seit 1988 besteht der "Unterstützungsfonds für Personen, die durch medizinische Behandlung oder Tätigkeit mit HIV infiziert worden sind, und ihre Angehörigen". Folgende Personen, die ständig in Österreich leben oder deren HIV-Infektion in Österreich erfolgte, können aus diesem Fonds Unterstützungsleistungen erhalten:

  1. Hämophile, die durch die Behandlung dieser Krankheit HIV-positiv wurden und ihre davon betroffenen Familienangehörigen.
  2. Personen, die durch Organtransplantation (insbesondere auch Bluttransfusion) oder im Zuge anderer medizinischer Behandlungsmethoden HIV-positiv wurden, sowie deren dadurch betroffenen Familienangehörigen.
  3. Personen, die aufgrund ihrer beruflichen oder freiwilligen sozialen Tätigkeiten mit HI-Viren in Kontakt kamen und dadurch HIV-positiv wurden (Spital, pharmazeutische Industrie, u.ä.), sowie deren dadurch betroffenen Familienangehörigen.

Anträge können an folgende Adresse gerichtet werden:

Unterstützungsfonds für Personen, die durch medizinische Behandlung oder Tätigkeit mit HIV infiziert worden sind, und ihre Angehörigen

p. A.: Österreichische Hämophiliegesellschaft
AIDS-Hilfe Haus
Mariahilfer Gürtel 4, 1060 Wien
E-Mail: office@bluter.at

Eine Entscheidung kann nur getroffen werden, wenn mit dem Antrag Unterlagen vorgelegt werden, die eine Überprüfung des konkreten Falles eindeutig ermöglichen.

Interessenvertretung für Menschen mit angeborenen Blutgerinnungsstörungen: Hämophilie Gesellschaft

(1.12.2017)

Zusatzinformationen: