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Ordinationsassistentin, Ordinationsassistent

Tätigkeitsbereich

Assistenz bei medizinischen Maßnahmen in ärztlichen Ordinationen, ärztlichen Gruppenpraxen, selbständigen Ambulatorien, nicht bettenführende Organisationseinheiten einer Krankenanstalt und Sanitätsbehörden nach ärztlicher Anordnung und Aufsicht.

Nach Maßgabe der ärztlichen Anordnung kann die Aufsicht durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege erfolgen oder Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege die angeordnete Tätigkeit im Einzelfall an Angehörige der Ordinationsassistenz weiterdelegieren und die Aufsicht über deren Durchführung wahrnehmen.

Der Tätigkeitsbereich der Ordinationsassistenz umfasst

  • Durchführung einfacher Assistenztätigkeiten bei ärztlichen Maßnahmen, 
  • Durchführung von standardisierten diagnostischen Programmen und standardisierten Blut-, Harn- und Stuhluntersuchungen mittels Schnelltestverfahren (Point-of-Care-Testing) einschließlich der Blutentnahme aus den Kapillaren im Rahmen der patientennahen Labordiagnostik,
  • Blutentnahme aus der Vene, ausgenommen bei Kindern, 
  • Betreuung der Patienten/-innen und 
  • Praxishygiene, Reinigung, Desinfektion, Sterilisation und Wartung der Medizinprodukte und sonstiger Geräte und Behelfe sowie die Abfallentsorgung, einschließlich der Durchführung der für den Betrieb der Ordination erforderlichen organisatorischen und administrativen Tätigkeiten.

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Ausbildung

Schule für medizinische Assistenzberufe oder Lehrgang für Ordinationsassistenz

Die praktische Ausbildung kann auch im Rahmen eines Dienstverhältnisses bei niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen, einer ärztlichen Gruppenpraxis, einem selbständigen Ambulatorium oder einer Sanitätsbehörde erfolgen.

Dauer der Ausbildung:

mindestens 650 Stunden,

wobei mindestens die Hälfte auf die praktische Ausbildung und mindestens ein Drittel auf die theoretische Ausbildung zu entfallen hat.

Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung:

  • erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe oder Pflichtschulabschluss-Prüfung 
  • zur Berufsausübung erforderliche gesundheitliche Eignung 
  • zur Berufsausübung erforderliche Vertrauenswürdigkeit 
  • bei Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses Vorliegen eines Dienstverhältnisses einschließlich Einverständniserklärung des/der Dienstgebers/-in.

Abschluss der Ausbildung:

Kommissionelle Prüfung/Zeugnis

Eine Anerkennung von EU-/EWR-Berufsqualifikationen erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen.

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Zusatzinformationen: