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Fipronil

Was ist Fipronil?

Fipronil ist ein Breitspektrum-Insektizid. In der Veterinärmedizin sind im Heimtierbereich fipronilhaltige Tierarzneimittel zugelassen, die unter anderem bei Hunden und Katzen als Mittel gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben eingesetzt werden. Die Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren (Nutztiere wie Geflügel und Enten) ist hingegen EU-weit verboten. Auch als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft (z.B. bei Kartoffeln) ist das Mittel in Österreich nicht zugelassen.

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Welche Auswirkungen kann Fipronil grundsätzlich auf die menschliche Gesundheit haben?

Fipronil ist nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht krebserregend oder erbgutschädigend. Der Stoff ist auch nicht als haut- oder augenreizend eingestuft und verursacht keine allergischen Hautreaktionen. Fipronil kann beim Menschen jedoch nervenschädigend wirken. In höheren Dosen führt es zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, bis hin zu Lähmungserscheinungen.

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Bestehen gesundheitliche Risiken bei Verzehr von Eiern und Geflügelfleisch durch erhöhte Fipronilwerte?

Anhand der derzeit verfügbaren Informationen sowie basierend auf den vorliegenden Daten gibt es keine Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr von österreichischem Geflügelfleisch und österreichischen Frischeiern.

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Der Verzehr von wie vielen Eiern ist unbedenklich?

Beim Verzehr von Eiern gelten grundlegend die Empfehlungen der österreichischen Ernährungspyramide. Bei den Mengen von Fipronil die bisher in den Eiern (Niederlande, Deutschland) gefunden wurden, ist mit keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung für Menschen zu rechnen. Geht man von dem höchsten in einem Ei gemessenen Wert aus, so wäre eine tägliche Aufnahmemenge von 7 Eiern für Erwachsene bzw. 1 Ei für ein Kind mit 10 kg Körpergewicht tolerierbar.

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Was passiert mit fipronilhaltigen Eiern?

Gemäß der Verordnung über tierische Nebenprodukte werden alle fipronilhaltigen Eier vernichtet, da es sich um eine illegale Anwendung eines nicht erlaubten Mittels handelt.

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Kann ausgeschlossen werden, dass mit Fipronil belastete Eier nach Österreich kommen?

Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel werden die Ergebnisse von Kontrollen auf Fipronil möglichst rasch den Lebensmittelbehörden der EU-Länder übermittelt. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass Eier mit Fipronil über Eiprodukte wie Flüssig-Ei, Trocken-Ei oder gekochte Eier nach Österreich gelangen.

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Wo gibt es genauere Informationen zu Fipronil?

Die Info-Hotline der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - AGES ist täglich 24 Stunden besetzt: 050 555 555

Aktuelle Untersuchungsergebnisse auf der Webseite der AGES

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Zusatzinformationen: