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Europarat-Bericht: Österreich Vorreiter bei Maßnahmen gegen häusliche Gewalt

Österreich ist eines der ersten Ländern, das von GREVIO (Group of Experts on action against violence against women and domestic violence) hinsichtlich des Umgangs mit Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt geprüft wurde. Der heute veröffentlichte GREVIO-Bericht des Europarats zeigt, dass Österreich ein engmaschiges Netz an Gewaltschutzzentren und Beratungseinrichtungen hat, weist aber auch auf das viel zu niedrige Budget hin.

"Wir brauchen dringend mehr Mittel, um gewaltbetroffene Mädchen und Frauen bestmöglich zu unterstützen und Gewaltschutz und Prävention aufrecht zu erhalten und auszubauen", fordert Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner. Mit 10 Millionen Euro hat das Frauenministerium das mit Abstand kleinste Budget aller Ressorts. "Wir müssen weiter investieren, etwa in den Ausbau und die rechtliche und finanzielle Absicherung von Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen", so die Ministerin, "wir wollen, dass sich alle Frauen in Österreich sicher fühlen".

Das Komitee von internationalen Expertinnen und Experten GREVIO (Group of Experts on action against violence against women and domestic violence) überprüft die Einhaltung der sogenannten "Istanbul-Konvention". Das "Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" wurde von 13 Staaten, unter anderem auch Österreich, unterzeichnet. Bei der ersten Staatenprüfung des GREVIO-Komitees wurden Monaco und Österreich unter die Lupe genommen.

(27.9.2017)