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Händewaschen: Einfache Tätigkeit mit großer Wirkung

Am 5. Mai 2017 findet im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen ein Symposium anlässlich des Internationalen Tages der Händehygiene statt. Expertinnen und Experten diskutieren unter anderem "Die leise Epidemie der multiresistenten Erreger" und präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu antimikrobiellen Resistenzen. Hygieneteams aus Österreich stellen ihre Projekte zur Verbesserung der Händehygiene beim Gesundheitspersonal vor.

Händewaschen ist eine einfache Tätigkeit mit großer Wirkung. Anlässlich des Internationalen Tags der Händehygiene erinnert das BMGF einmal mehr an die Wichtigkeit des Händewaschens für die Krankenhaushygiene. Mit einfachen Hygienemaßnahmen ist es möglich, Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen zu reduzieren und Infektionskrankheiten vorzubeugen. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen kann die Verbreitung krankmachender Keime verringern, auch von solchen Erregern, die gegen Antibiotika zunehmend resistent sind.

"Der medizinische Fortschritt erlaubt die erfolgreiche Behandlung von Erkrankungen, deren Therapie in der Vergangenheit nicht oder nur eingeschränkt möglich war. Bei sehr schwer erkrankten Patientinnen und Patienten besteht bei der Behandlung in Gesundheitseinrichtungen allerdings das Risiko von Gesundheitssystem-assoziierten Infektionen, da sie durch ihre Grunderkrankungen geschwächt sind. Es ist daher notwendig, Maßnahmen gegen diese Infektionen zu setzen. Für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen brauchen wir Informationen darüber, in welchem Ausmaß und wo Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen auftreten. Ebenso ist die Erfassung der Infektionen für die Beurteilung des Erfolges der gesetzten Aktionen von Bedeutung", erklärt Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner die Bedeutung der Veranstaltung.

Die im Bericht "Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen in Österreich" veröffentlichten Daten zeigen, dass die Diagnose "Postoperative Wundinfektion" immer häufiger nach der Entlassung von der chirurgischen Abteilung der Krankenanstalt gestellt wird. Das ist durch die Verringerung der Aufnahmedauer im Krankenhaus bedingt. Daher ist eine gute Nachversorgung und ein guter Kontakt zwischen Krankenanstalt und niedergelassenem Bereich wichtig.

Der Internationale Tag der Händehygiene wurde im Jahr 2009 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert. Ziel dieses Tages ist es, das im Gesundheitswesen beschäftigte Personal für die professionelle Händehygiene zu sensibilisieren. Das Datum 5.5. soll die fünf Finger jeder Hand symbolisieren. (5.5.2017)

 

 

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