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Onkologiebeirat fordert Einhaltung der aktuellen Beschlüsse zum NichtraucherInnenschutz

Angesichts der aktuellen öffentlichen Diskussion und der Ergebnisse der neuen OECD-Studie "health at a glance" spricht sich auch der Onkologiebeirat einstimmig dafür aus, die aktuelle Beschlusslage zum NichtraucherInnenschutz beizubehalten und somit die rauchfreie Gastronomie gemäß dem europäischen Trend mit 1. Mai 2018 in Kraft treten zu lassen.

Eine Vielzahl an Krebserkrankungen ist auf Rauchen zurückzuführen. Darum hat der Onkologiebeirat im österreichischen Krebsrahmenprogramm "Rauch-Stopp" als eigenes operatives Ziel festgelegt, um Morbidität und Mortalität bei Krebserkrankungen, die mit Rauchen assoziiert sind, zu reduzieren. Um das zu erreichen, sind auch die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (Framework Convention on Tobacco Control), die Österreich ratifiziert hat, umzusetzen.

Rauchverbot in der Gastronomie

Darüber hinaus rät der Onkologiebeirat ebenfalls von Ausnahmen für Wasserpfeifen (Shishas) oder E-Zigaretten ab. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der internationalen Verpflichtungen Österreichs aufgrund des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs. Dieses sieht vor, das Schutzniveau für NichtraucherInnen nicht herabzusenken, sondern zu steigern.

Nur mit einem Rauchverbot in der Gastronomie inklusive der Diskotheken, werden rauchfreie Arbeitsplätze garantiert. Das Nichtrauchen soll vor allem bei Jugendlichen als Norm etabliert werden, fordert der Onkologiebeirat und warnt eindringlich vor den Folgen einer Aufweichung der aktuellen Beschlusslage zum NichtraucherInnenschutz.

Der Onkologiebeirat ist ein multiprofessionell und intersdisziplinär zusammengesetztes, unabhängiges ExpertInnengremium, das die Bundesministerin für Gesundheit und Frauen in allen Angelegenheiten der Krebsprävention und Krebsversorgung berät.

(1.12.2017)

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