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Zielsteuerungsvertrag: Fahrplan Gesundheit für die nächsten fünf Jahre fixiert

Die neue Zielvereinbarung zwischen Gesundheitsministerium, Ländern und Sozialversicherung beinhaltet unter anderem Maßnahmen für Verbesserungen bei der fachärztlichen Versorgung sowie bei der Kinder- und Jugendgesundheit, und die Umsetzung zur Primärversorgung.

 

Zielsteuerungsvereinbarung

Sozialversicherung und Länder haben sich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium auf das grundlegende Arbeitsprogramm bis 2021 geeinigt. In einem Zielsteuerungsvertrag wurden zahlreiche Verbesserungen für das Gesundheitssystem festgeschrieben. Neben der raschen Umsetzung der Primärversorgungsmodelle, ist auch die Weiterentwicklung der fachärztlichen Versorgung ein wichtiges Thema auf der Agenda.

Rendi-Wagner: Kernbereiche der Gesundheitspolitik definiert

"Ich möchte mich bei allen Beteiligten für das gute Ergebnis bedanken. Wir haben damit wesentliche Kernbereiche in der Gesundheitspolitik definiert und wollen mit der Umsetzung so rasch wie möglich beginnen. Besonders wichtig ist mir, dass die Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit als Umsetzungspunkt aufgenommen wurde. Konkret der Ausbau des Angebots an psychischer Versorgung", so Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner.

"Immer wichtiger für den Gesundheitsbereich wird auch die Digitalisierung. Neben ELGA ist die Umsetzung des E-Impfpasses, der automatisch an Impfungen erinnert, eine wichtige Maßnahme, die in der Zielvereinbarung festgelegt wurde.“

"Dass wir heute den Bundeszielsteuerungsvertrag für die Zeit von 2017 bis 2021 beschlossen haben, zeigt, dass die Gesundheitsreform funktioniert", betont Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse und Vorsitzende der Trägerkonferenz des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger. "Mit diesem Schritt können wir das Gesundheitssystem nachhaltig weiterentwickeln", so Reischl. Es sei daher umso wichtiger, dass Bund, Länder und Sozialversicherung an einem Strang ziehen, um das zu ermöglichen. "Nur so können wir das System ganz im Sinne der Patientinnen und Patienten laufend verbessern und auch die Stärkung der Primärversorgung vorantreiben."

"Die aktuellen Herausforderungen und Probleme im Gesundheitsbereich können nur von Bund, Ländern und Sozialversicherung unter Einbindung vieler weiterer Akteure gemeinsam gelöst werden", so Landesrat Bernhard Tilg, Vorsitzender der LandesgesundheitsreferentInnenkonferenz. Als besondere Schwerpunkte hebt Tilg die Forcierung der Integrierten Planung und Versorgung hervor, auch begrüßt er den Ausbau und die Stärkung der Primärversorgung. Damit soll insbesondere die allgemeinmedizinische Versorgung in den Regionen gestärkt und gesichert werden."Ein besonderes Anliegen ist mir die gemeinsame Kraftanstrengungen aller Partner, auch in Zukunft bedarfsgerecht medizinisches Personal – von den ÄrztInnen über Pflege bis hin zu therapeutischen und sonstigen Gesundheitsberufen - zur Gewährleistung einer qualitätsvollen Versorgung in unseren zahlreichen Gesundheitseinrichtungen sicherstellen zu können."

"Mit dem heute unterzeichnenden Zielsteuerungsvertrag werden wichtige Eckpfeiler für die Gesundheitsversorgung der kommenden Jahre eingeschlagen. Die Stärkung der ambulanten Versorgung ist nicht nur zur Entlastung von Krankenhausambulanzen wichtig, damit kann auch die allgemeinmedizinische Versorgung auf neue Beine gestellt werden. Für mich besonders wichtig ist ein besseres Terminmanagement insbesondere bei CT/MRT-Untersuchungen, um die zum Teil viel zu langen Wartezeiten spürbar zu verkürzen. Nicht weniger wichtig ist der im Zielsteuerungsvertrag festgelegte Ausbau der niederschwelligen psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten und vor allem Verbesserungen bei den multiprofessionellen Angeboten im kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich", so die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. (24.4.2017)

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