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Frühe Hilfen

Frühe Hilfen

Was sind Frühe Hilfen?

Bei Frühe Hilfen handelt es sich um ein Maßnahmenpaket, das darauf abzielt, gesundheitliche Belastungen von Familien und Kindern frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.

Im Mittelpunkt stehen FamilienbegleiterInnen, die als konkrete Ansprechpersonen für die Familien da sind. Als freiwilliges Angebot helfen sie den Betroffenen, geeignete soziale und gesundheitsbezogene Angebote zu finden und in Anspruch zu nehmen. Die FamilienbegleiterInnen arbeiten in sogenannten Frühe-Hilfen-Netzwerken, die sich um eine optimale Vernetzung und Weiterentwicklung dieser Angebote bemühen. Dieses Netzwerk besteht aus unterschiedlichsten Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesen und der Kinder- und Jugendhilfe (z.B. Krankenanstalten, Krabbelstuben, Schuldnerberatung, Eltern-Kind-Zentren, Mutterberatungszentren, praktische Ärzte oder Fachärzte), die einerseits als ZuweiserInnen zu den Frühen Hilfen agieren, andererseits mit ihren Leistungen auch als KooperationspartnerInnen zur Verfügung stehen.

Niederschwelliges Angebot

Um Frühe Hilfen möglichst niederschwellig zu gestalten, gehen die FamilienbegleiterInnen aktiv auf belastete Familien zu – idealerweise bereits während der Schwangerschaft - und stellen so sicher, dass die Angebote frühzeitig jene erreichen, die sie benötigen. Bis Mitte 2017 ist ein flächendeckendes Angebot an regionalen Frühe Hilfen-Netzwerken in drei Bundesländern (Vorarlberg, Burgenland und Salzburg) und ein bis vier regionale Netzwerke in den weiteren Bundesländern geplant. Regionale Frühe Hilfen-Netzwerke sollen dann in 52 Bezirken Österreichs verfügbar sein. Zur Unterstützung der regionalen Umsetzung der Maßnahmen hat das ehemalige Bundesministerium für Gesundheit, nunmehr Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, an der Gesundheit Österreich ein "Nationales Zentrum Frühe Hilfen" eingerichtet.

Zu seinen Aufgaben gehören

  • die bundesweite Vernetzung aller PartnerInnen,
  • die Sicherstellung hoher Qualität in der Umsetzung,
  • Wissenstransfer,
  • Schulungen,
  • eine überregionale Evaluation,
  • ein einheitliches Dokumentationssystem.

(5.2.2016)

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